Auerbach nach Aufholjagd dem Sieg nahe

Bemerkenswert war beim Unentschieden im bayerischen Derby vor allem der Kampfgeist der Auerbacher, denn sie hatten einen Fehlstart hingelegt. In der zehnten Minute führten die Gäste bereits 6:2. Vor allem mit Korbinian Lex (10 Treffer) hatte die SV-Defensive während des gesamten Spiels Probleme. Zudem kochten schon früh die Emotionen hoch: In der sechsten Minute kam es zu Rudelbildung, bei der TuS-Kreisläufer Tobias Prestele Ralph Weiss zu Fall brachte und die Rote Karte sah. „Der Ausfall von Tobias nach der berechtigten Roten Karte hat uns vor allem in der Abwehr wehgetan“, erklärte TuS-Trainer Martin Wild.

Erst eine Auszeit und ein Torwartwechsel brachten Auerbach dann in die Spur. Mit einem 4:1-Lauf verkürzten die Hausherren auf 9:10 (22.). Fürstenfeldbruck nahm eine Auszeit und war den Rest der ersten Hälfte das bessere Team. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 15:10.

Lob für Ferdinand Neuß

Tobias Wannenmacher schien in seiner Pausenansprache die richtigen Worte gefunden zu haben. Zudem stellte er sein Team um: Ferdinand Neuß spielte auf der Mittelposition. „Ferdi hat das richtig gut gemacht und hat uns mit seinem dynamischen Spiel wieder in die Partie gebracht“, lobte Wannenmacher den 18-Jährigen. Zudem zeigte sich der SV-Coach auch von der Leistung seines ältesten Akteurs angetan. Torwart Andreas Bayerschmidt vereitelte zwei Strafwürfe und parierte mehrmals Tempogegenstöße.

Auerbach kam nun immer besser ins Spiel. Den Gästen gelang zwischen der 37. und 49. Minute kein Treffer, Fehler und Nervosität machten sich breit. Auerbach dagegen spielte sich in einen Torrausch, traf siebenmal und hatte das Spiel zum 18:17 (47.) gedreht. Doch Fürstenfeldbruck blieb dran und glich zum 20:20 (51.) aus, zwei schnelle Gegentore durch Ferdinand Neuß und Kenny Schramm brachten Auerbach allerdings wieder in Front. In der 59. Minute sah es beim Stand von 25:23 nach einem Heimsieg aus – bis Philipp Schöttner mit einer Zweiminutenstrafe vom Feld musste. „Es ist sehr schwer, mit einem Mann weniger die letzten 90 Sekunden zu überstehen“, sagte Wannenmacher.

TuS-Ausgleich fünf Sekunden vor Schluss

Und so gelang Fürstenfeldbruck doch noch der Ausgleich: Fünf Sekunden vor dem Ende traf Marcus Hoffmann zum 25:25. Für Gästetrainer Martin Wild war es deshalb ein gewonnener Punkt. „Unser Saisonziel war eigentlich nur der Klassenerhalt, und wir sind uns selbst noch nicht so ganz bewusst, was in dieser Saison passiert ist.

Daher nehmen wir jeden Punkt gerne mit und werden bis zum Ende der Runde trotz des kürzlich verkündeten Aufstiegsverzichts kein Spiel abschenken.“ Wannenmacher richtete seinen Blick nach vorne. „In den kommenden Wochen haben wir es mit Gegnern zu tun, die auf unserer Augenhöhe liegen sollten. Da werden wir hoffentlich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.“

Nicht bewertet

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