Auerbach diesmal ohne Druck nach Hessen

Dass die Heimmannschaft, die den Oberpfälzern im Hinspiel die bisher höchste Saison-Niederlage beibrachte (25:36), eindeutig als Favorit gilt, ist auch Wannenmacher klar. „Alleine die Erfahrung und die individuelle Klasse der Spieler, aber auch die Tatsache, dass man in eigener Halle spielt, machen Nieder-Roden dazu. Andererseits erzielten die Hessen in den letzten Monaten eher wechselhafte Ergebnisse, so dass sie derzeit nur noch drei Punkte Vorsprung auf uns haben.“ Insofern heißt es: Bangemachen gilt nicht!

Ausgeglichene Auswärtsbilanz

Dabei hofft der Auerbacher Coach zum einen auf die Auswärtsstärke seines Teams (je vier Siege und Niederlagen sowie zwei Unentschieden), zum anderen auf die sehr gute Einstellung seiner Schützlinge, die sie gerade in Vergleichen mit Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel häufig an den Tag legen. „Wir machen uns für dieses Spiel keinen Druck und müssen hier nicht unbedingt gewinnen“, sagt Tobias Wannenmacher. „Der Auswärtspunkt von letzter Woche war für uns viel wichtiger. Dennoch wäre es gerade nach dem Erfolg in Gelnhausen toll, wenn wir auch diesmal wieder mit etwas Zählbarem nach Hause fahren könnten.“ Also soll der SV 08 in dem Ort, in dem ein Opel-Testzentrum steht, kräftig Gas geben.

Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Rodgau Nieder-Roden, erst 2006 gegründet, wollte nach drei Jahren mit jeweils einstelligen Tabellenplätzen auch heuer wieder unter den ersten Zehn landen. Gestartet mit sieben Siegen am Stück, lag sie deutlich im Soll. Dass sie dann aus 13 Spielen lediglich sieben Punkte holte, ist für viele nicht nachvollziehbar.

Deftige Schlappe nach ausgeglichener Halbzeit

Stark und erfahren ist der Kader von Trainer Alexander Hartmann (43). Diese Erkenntnis musste auch der SV Auerbach schmerzhaft machen, als er im Hinspiel nach einer eher ausgeglichenen ersten Halbzeit eine deftige Elf-Tore-Schlappe hinnehmen musste. Ähnlich erging es den Hessen freilich vor einer Woche, als es beim HSV Bad Blankenburg zur Pause noch 14:14 stand, der Gast aber schließlich 23:31 verlor.

In eigener Halle ließ Rodgau indes mit teils deutlichen Siegen aufhorchen. Oft taten sich die lauffreudige Abwehr um Kreisläufer Alexander Hess und der immer wieder überragend haltende Marco Rhein hervor, aber auch die Offensive der HSG konnte überzeugen. Vor allem die Rückraumakteure Timo Kaiser (130 Tore), Michael Weidinger (90) und Philippe Kohlstrung (76) trumpfen auf. Zudem funktioniert auch das Spiel mit den vier Kreisläufern sehr gut, weshalb das Quartett insgesamt schon über 110 Tore erzielt hat.

Schon 14 Tore vom Neuzugang

Zu den bereits arrivierten und seit Jahren aufeinander eingespielten Akteuren ist mit Beginn der Rückrunde noch ein Neuzugang hinzugekommen: Kurzfristig verpflichtete der Verein als Verstärkung für die rechte Außenbahn Rok Setnikar vom Ligakonkurrenten TSV Rödelsee. Der Slowene möchte sich hier für höhere Aufgaben empfehlen und fügte sich sofort blendend ein, indem er in den ersten vier Partien bereits 14 Tore für sein neues Team erzielte.

haw

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