Auch Wagner-Sängerin Maria Radner starb beim Absturz

Emmerich ist erschüttert über die weitere Tragödie. "Es ist ganz furchtbar, dass Maria Radner mit ihrem Mann und ihrem Baby ums Leben gekommen ist. Sie stand am Beginn einer großen Karriere", sagte Emmerich dem Kurier.

Engagement als Rheintochter bei den Festspielen

Im Sommer hätte Maria Radner ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen geben sollen: Sie war im "Ring" als Flosshilde und 1. Norn engagiert, wie Festspielsprecher Peter Emmerich dem Kurier bestätigte. "Es ist wirklich schrecklich", so Emmerich. Vom Tod Maria Radners habe man am Dienstagabend aus der englischsprachigen "Iberian Times" erfahren.

Der Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings war am Dienstagvormittag kurz nach dem Start in Barcelona in den französischen Alpen abgestürzt. Der 54-jährige gebürtige Kasache Oleg Bryjak und die in Düsseldorf geborene 34-jährige Radner waren für ein Gastspiel am Gran Teatre del Liceu in Barcelona gewesen, wo sie in Richard Wagners "Siegfried" sangen. Wie berichtet saß auch Bryjak in der Maschine und kam ums Leben.

Radner hatte nicht nur in Bayreuth, sondern auch an der Met und an der Scala gesungen

Radner hatte bereits an der New Yorker Met und der Scala in Mailand gesungen. Auch im Londoner Royal Opera House und anderen Topadressen der Opernwelt trat sie auf. Im Jahr 2007 war Maria Radner als Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung schon einmal zu Gast in Bayreuth; für dieses Jahr hatte sie ihre Teilnahme am Stipendiatenkonzert zugesagt.

Deutsche Oper am Rhein trauert um Oleg Pryjak

Der renommierte Sänger Bryjak zählte seit der Spielzeit 1996/97 zum Ensemble der Düsseldorfer Oper. "Wir haben mit Oleg Bryjak einen großartigen Interpreten und einen großartigen Menschen verloren. Wir sind fassungslos", erklärte der Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, Christoph Meyer, auf der Website des Opernhauses.

  • Diese Stimme ist für immer verstummt. Ausschnitt aus einer konzertanten "Rheingold"-Aufführung im Jahr 2013 in der Berliner Phlharmonie mit Dirigent Marek Janowski (der in Bayreuth ab 2016 den "Ring" dirigiert); Maria Radner singt die Erda. "Alles, was ist, endet."

Mit Material von afp

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Montag, 13. November 2017 - 11:06