Ätzradler: Ermittlungen gegen den Wirt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen fahrlässiger Körperverletzung. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und der Bayerische Rundfunk. Es sei aber noch nicht klar, ob die Staatsanwaltschaft auch Anklage erhebt. Der Verteidigung des Wirtes lägen derzeit die Akten für eine Stellungnahme vor. Der Bayreuther Oberstaatsanwalt Herbert Potzel war am Donnerstagnachmittag für eine Anfrage nicht erreichbar.

Genesung des Opfers geht langsam voran

Der Vorfall, bei dem sich das Opfer schwere Verätzungen zugezogen hatte, ereignete sich am 14. August vergangenen Jahres. Der 51-Jährige bestellt an der Theke einen Radler. Als er auf der Terrasse des Sportheims den ersten Schluck nimmt, merkt er sofort ein Brennen im Mund und spuckt die Flüssigkeit wieder aus.

Doch zu spät. Auch, dass er den Mund sofort mit Wasser spült, hilft nicht mehr. Er blutet, seine Zunge schwillt an, der Kreislauf des Mannes bricht zusammen. Der Mann wird mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Nürnberg geflogen, wo er ins künstliche Koma versetzt wird. Seitdem er außer Lebensgefahr ist, geht seine Genesung nur langsam voran.

Erster Verdacht gegen die Brauerei erhärtet sich nicht

Zunächst war bei dem Vorfall die Kulmbacher Brauerei in den Fokus der Ermittlungen geraten, die das Getränk abgefüllt hatte. Der Verdacht erhärtete sich allerdings nicht. Nun steht der ehemalige Wirt des Sportheims offenbar im Verdacht, die ätzende Lauge in die Getränkeflasche eingefüllt zu haben.

Die Vorgeschichte:

Natronlauge in der Flasche

Ätz-Radler: Ermittler suchen weiter

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Ätz-Radler: Mann außer Lebensgefahr

Ätz-Radler: Opfer geht es besser

Ätz-Radler: Mann noch in Lebensgefahr

Verätzung: Mann immer noch im Koma

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