Arbeiter von Laster erfasst und getötet

Ein Trupp Arbeiter aus Hessen war am Freitagmorgen damit beschäftigt eine Nachtbaustelle auf der A6, zwischen den Anschlussstellen Herrieden und Ansbach, abzubauen. Ein polnischer Lastwagenfahrer übersah die Arbeiten auf der rechten Spur und erfasste einen der Bauarbeiter, der gerade mit dem Abbau von Leitkegeln beschäftigt war.

Der Mann flog durch die Wucht des Aufpralls rund 15 Meter auf Seite und blieb dort mit tödlichen Verletzungen liegen. Währenddessen rammte der Lastwagen noch ein Baustellenfahrzeug und schob es in die Böschung neben der Autobahn. Dabei walzte er die Leitplanke auf rund 100 Meter nieder und drehte das Fahrzeug der Arbeiter um 180 Grad.

Rettungsgasse falsch gebildet

Nachdem der Alarm gegen 5:15 Uhr über einen schweren Verkehrsunfall auf der A6 im Landkreis Ansbach einging, wurden sofort die Rettungskräfte auf die Autobahn geschickt. Die Feuerwehr jedoch musste sich erstmal über Umwege zur eigentlichen Unfallstelle vortasten, denn die Rettungsgasse war falsch gebildet.

Teilweise kämpften sich die Einsatzkräfte sogar über den Standstreifen vorwärts, nachdem dieser anstatt der Rettungsgasse freigehalten wurde. Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde erst die Dramatik des Unfallgeschehens deutlich. Sofort eingeleitete Maßnahmen konnten jedoch das Leben des Bauarbeiters nicht mehr retten.

Zwei Stunden Sperrung

Die Arbeitskollegen des Mannes stehen unter Schock, ebenso wie der Lastwagenfahrer. Er erlitt zwar keine offensichtlichen Verletzungen, wurde jedoch vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ansbach wurde ein Sachverständiger zu Unfallstelle beordert, um die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach bei der Unfallaufnahme zu unterstützen.

Insgesamt entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Höhe von rund100.000 Euro. Die Autobahn war für mehr als zwei Stunden komplett gesperrt.

News5

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