Ansturm auf den Suppentag

Wie auch im letzten Jahr waren es die THWler, die mit ihrem herzhaften Erbseneintopf für den Knaller sorgten. Nach nur einer halben Stunde waren die rund 80 Portionen verkauft und das Schild „Ausgelöffelt“ hing über ihrem Stand. Sehr zum Leidwesen etlicher Bayreuther, die nichts mehr abbekamen. Richtig Glück hatte eine ältere Frau, denn als ein junger Mann vor ihr die letzte Eintopfportion bekam und ihr die Enttäuschung ansah, ließ er ihr den Vortritt. „Ein bisschen was haben wir dann schon noch für ihn zusammengekratzt,“ sagte Thomas Ötter vom THW, der sich über den enormen Zuspruch sehr freute.

OB lobt Engagement

Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Erbe kam auch Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. „Dieses Engagement, bei dem kein Geld zu verdienen ist, sondern ganz im Gegenteil Kosten für die Beteiligten entstehen, ist in meinen Augen bestes bürgerschaftliches Engagement,“ lobte sie. „Ein Engagement, das dazu beiträgt, dass Menschen, die in Not sind, unbürokratisch Unterstützung erhalten können.“ Kurier-Geschäftsführer Serge Schäfers und Redakteurin Gabi Schnetter betonten die Notwendigkeit der Stiftung, die nicht nur in Projekten sondern auch in unzähligen Einzelfällen helfe.

Clowns und Popcorn

Die Rückkehr des Suppentags zurück ins Center begrüßten sehr viele, vor allem auch ältere Leute, wie die 78-jährige Elsbeth Höreth aus Aichig. Seit zehn Jahren, also von Anfang an, hält sie dem Suppentag die Treue. „Man trifft viele Bekannte hier, und außerdem ist es für einen guten Zweck,“ lobte sie. Für Unterhaltung sorgten die zwei Klinik-Clowns Fritzl Fußtaps und Trudi Eierfleck. Die Kurier-Stiftung „Menschen in Not“ wird die Auftritte der beiden in der Kinderklinik auch im nächsten Jahr finanzieren. Jede Menge Schmetterlinge und Katzen malten einige Schauspielerinnen vom Brandenburger Kulturstadl in unzählige Kindergesichter. Dazu gab es für die Kinder Popcorn.

Um 13 Uhr war alles ausverkauft

Etliche Suppenfreunde mussten schon um 13 Uhr unverrichteter Dinge wieder abziehen. Es war schlichtweg ausverkauft. Rosmarie Wiesel aus der Birken machte das Beste draus. Es gab nur noch Selleriecremesuppe, als sie ihren Bon kaufte. Sie probierte und befand: Superlecker! „Jetzt habe ich etwas gegessen, was ich sonst nicht genommen hätte, und es nicht bereut“, lautete ihr Resümee. Ihre Banknachbarin ergänzte noch: „Linsen haben gefehlt. Eine Linsensuppe im Angebot wäre schön gewesen.“ Eine Anregung fürs nächstes Jahr. Der Termin dafür steht schon: Am 27. Oktober 2018 heißt es wieder: Etwas Warmes braucht der Mensch!

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06