Ampel-Chaos: Rückstau bis Kamerun

"Wir hatten teilweise Rückstau bis Kamerun aus Richtung Pegnitz kommend", sagt Heinz Pfister, der Leiter des Straßenverkehramsts der Stadt am Montagvormittag auf Anfrage unserer Zeitung. Das Ampel-Chaos habe mehrere Gründe, sagt Pfister. Der erste Grund ist, dass die beiden Ampeln, die den Abfluss von der Autobahn und den Zufluss zur Autobahn regeln, während der Sanierung der Autobahn im Sommer offensichtlich auch nach der Asphaltierung steuerungstechnisch überarbeitet wurden. Das Problem: Diese beiden Ampeln kommunizieren nicht mehr mit der Hauptampel an der Kreuzung.

Ampel-Umstellung im September

Grund Nummer zwei: "Nach dem Beschluss des Verkehrsausschusses im März sind die Ampeln an der Kreuzung der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Äußeren Nürnberger Straße auf Linksabbieger umgerüstet worden." Dort hatte es mehrere schwere Unfälle gegeben, alle in der selben Beziehung: Die Linksabbieger und die Geradeausfahrer waren sich ins Gehege gekommen, die Kreuzung hatte sich zum Unfallschwerpunkt entwickelt.

Stau auf den Hauptrichtungen

Seit der Umstellung Mitte September allerdings staute sich der Verker auf der Hauptrichtung gerade zu den Stoßzeiten, weil vor allem die Linksabbieger Richtung Innenstadt und Richtung Oberkonnersreuth viel zu wenig Zeit haben. Maximal vier Autos kommen pro Grünphase durch. "Dafür hatten die Abbieger von der Nürnberger Straße 45 Richtung Autobahn Sekunden Grün, während alle anderen Verkehrsbeziehungen standen. Das kann nicht sein, dass sich deshalb die Kreuzung zustaut", sagt Pfister. Zudem greife das Busbeschleunigungsprogramm gerade in Phasen der Hauptverkehrszeit in die Steuerung ein. Mit Beginn der Vorlesungszeit an der Uni hatte sich dieses Problem noch einmal verstärkt. Weshalb man sich mit Nachdruck der Sache annahm.

Am Freitag schien das Problem behoben

In der vergangenen Woche seien die Techniker von Swarco "drei Mal draußen gewesen. Am Freitag waren wir noch einmal zur Abnahme draußen, es schien alles perfekt zu laufen. Kein Stau mehr", sagt Pfister. Am Montagmorgen jedoch sei aus unerfindlichen Gründen "alles wieder zusammengebrochen". Es habe ein technisches Problem mit der Ampel an der Hauptkreuzung gegeben, das jetzt gesucht werden müsse. Autofahrer, die aus Richtung Pegnitz kommen, berichten, dass sie für die drei Ampeln 25 Minuten gebraucht haben. "Wir hatten teilweise Rückstau bis Kamerun. Auch auf die Autobahn hat sich der Verkehr zurückgestaut", sagt Pfister.

Die Techniker sind dran

Die Techniker seien verständigt. "Wir nehmen die Sache sehr ernst. Wir hoffen, dass wir die Ampel so schnell wie möglich wieder in die Spur bekommen", sagt Pfister. Denn: "Ausschalten können wir sie ja nicht."

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Kommentare

Erstens ist die Linksabbiegerspur Richtung Oberkonnersreuth viel zu kurz, so daß die Abbiegenden die linke Geradeausspur verstopfen - das war schon immer so. Da offensichtlich in der Fahrschule das Linksabbiegen nicht mehr gelehrt wird, kann das Problem nur beseitigt werden, indem man die Linksabbieger rechts abbiegen läßt und Ihnen, z.B. auf der Höhe des Nettomarktes, wo noch viel freier Platz ist, eine Wendespur baut. Wird in anderen Ländern mit großem Erfolg praktiziert, da die Methode sicheren und flüssigen Verkehr garantiert. Ebenso für die Linkabbieger aus der Konrad-Pöhner Straße in die Nürnberger Straße, wo der Wendeplatz an der Einmündung der Oberkonnersreuther Straße schon fast fertig ist. Dann bleiben nur noch die Linksabbieger aus der Nürnberger Straße, die aber bislang keine Probleme hatten.
Auch die Grünphase der (vielbefahrenen) rechten Fahrspur der Nürnberger Str., von Oberkonnersreuth kommend, geradeaus Richtung Innenstadt bzw. rechts Richtung Autobahn schaltet zu Hauptverkehrszeiten zu kurz. Es können teilweise nur 3 Fahrzeuge die Kreuzung überqueren, der 4. Wagen fährt regelmäßig bei Dunkelgelb durch und der 5. bereits bei Rot. Der Rückstau reicht häufig bis zum Hasenweg, der seit der Baustelle Nürnberger Str./Cosima-Wagner-Str./Hohnzollernring zur vielbefahrenen Durchgangsstraße mutiert ist.
Richtig, die von Ihnen genannte Ampelschaltung für Rechtsabbieger ist ebenso eine Katastrophe zu Stoßzeiten bzw. beim Berufsverkehr. Man kann hier gerne mal 10 Minuten warten, weil es nur einzelne Autos über die Ampelphase schaffen. Hat man einen LKW oder Bus vor sich, dann braucht der die Grünphase für sich alleine. Ich frage mich ernsthaft, wo hier die Verbesserung ist. Ich habe schon mehrfach beobachtet, dass Autos aufgrund dieser frustrierenden Situtation bei rot in die Kreuzung eingefahren sind - Unfallgefahr reduziert???
Für diese Rechtseabbiegerampel und die Linksabbiegerampel Richtung Oberkonnersreuth könnte man doch im Zeitalter der Digitalisierung zumindest früh und nachmittags die Grünphasen um ein paar Sekunden verlängern. Dann wäre allen geholfen.
Die Kreuzung war von Anfang an murks. Warum man da nicht gleich einen Kreisverkehr eingerichtet hat vergleichbar dem Bindlacher Kreisel, hat mir noch niemand erklären können. Wahrscheinlich wollte man sich eine Fußgänger-/Radfahrerunterführung sparen? Mit dem Ergebnis dürfen wir nun jahrzehntelang leben. Überhaupt ist die ganze Autobahnanbindung mit B22 neu planerisch kein Glanzstück gewesen.
Ich bezweifel das dies dort funktionieren würde. Der zur Verfügung stehende Platz dort würde nur einen relativ kleinen Kreisel ermöglichen. Der wäre also viel zu klein und nicht ausreichend aufnahmefähig bei das Verkehraufkommen dort!
Kann man nicht vergleichen mit dem zum Beispiel großen Kreisel in Bayreuth Nord an der A9 der auf Grund seiner Größe und wohl ähnlichen Verkehraufkommen das bewältigen kann!
Ich frage mich nur, wenn es gerade zu Stoßzeiten im Berufsverkehr zu solch' langen Rückstaus kommt, und dies bekannt ist, warum stellt man dann nicht ausnahmsweise für zwei Stunden am Morgen die Ampeln ab und setzt dann einen "altherkömmlichen Verkehrspolizisten" ein, der den Verkehr manuell regelt?
Bei einem Schutzmann, der Verkehr regelt ... da wäre das Chaos erst recht perfekt!
Ein Großteil der momentan aktiven "Autofahrergeneration" kommt doch nur mit den farbigen Ampellämpchen klar. Die Handzeichen eines regelnden Polizeibeamten würden bei denen allenfalls ungläubiges Staunen auslösen, auch wenn die Zeichen eindeutig wären.
Das Chaos war noch grösser als hier berichtet, der Stau ging auch auf der B22 entlang der Tangente zurück bis zur Abfahrt nach Aichig..
und wenn man den Verkehrsnachrichten glauben kann, auf der B2 bis Creußen, so dass es zeitweise sogar dort (in Creußen) zu Behinderungen kam. Das geringfügig weiter als bis Kamerun...
Kreisverkehr nach Bindlacher Muster ? Nein danke. Da kracht es doch auch dauernd.

Man hätte die Autobahnauffahrt da lassen sollen wo sie früher war, weit weg von der Kreuzung Nürnberger Str. / K. Pöhner Straße.
Damals gab es eigentlich keine tatsächliche Kreuzung Nürnberger Str. / K. Pöhner Str., sondern "nur" eine Einmündung der K. Pöhner in die Nürnberger Str. .
Ehrlich? Ich habe da noch nie einen Unfall mitbekommen, weder beim Durchfahren noch hier beim Lesen..
Techniker ist informiert!
Na hoffentlich keiner von der Telekom! !
Rückstau bis Kamerun.....Afrika? Wie viele km sind das?
Kamerun hinter Wolfsbach!!
Immer diese Zugroasdn.
Nach der früheren deutschen Kolonie benanntes Waldwirtshaus.
Ein großer Kreisverkehr nach "Bindlacher Vorbild" wäre wünschenswert und wohl tatsächlich die beste Lösung. Leider wissen 90% der Autofahrer nicht wie ein zweispuriger Kreisverkehr richtig und effizient zu benutzen ist.
Auf keinen Fall die Innenspur benutzen, auch wenn man erst die dritte Ausfahrt ausfahren möchte…..
Bindlacher Vorbild? Oder meinen Sie den großen Kriesel bei der ehemaligen Kaserne? Dennoch, sehe ich anders. Siehe was ich weiter oben geschrieben habe.
Das stimmt, die Innenspur kann man eigentlich zusperren. Aber auch bei einspurigen Kreiseln schaffen es die Leute den ineffizient werden zu lassen. Blinken beim rausfahren nutzt nur den Blinker ab, bringt aber dem rausfahrenden keinen Vorteil. Und während ein LKW mit Hänger gerade aus dem Kreisel fährt, kann man unmöglich in den Kreisel fahren, könnte ja sein dass unter, links oder rechts vom LKW jemand kommt. Dass Fußgänger Vorfahrt gegenüber dem ausfahrenden haben, ist auch kaum bekannt. Könnte aber daran liegen dass Fußgänger grundsätzlich nie Vorfahrt haben, selbst schuld wenn die laufen statt fahren.
Es braucht weniger Ampeln! Freie Fahrt für freie Bürger!
Wenn "alles läuft perfekt" bedeutet, dass auf der Hauptstrecke (Konrad-Pöhner-Straße in Richtung Autobahn, ist immerhin die Vorfahrtsstraße) nach dem Anfahren bereits der 2. bei Gelb durchfährt (so geschehen am Freitag Vormittag), dann sollte man mit der ganzen Sache vielleicht jemand beauftragen, der von der Materie was versteht.
Ein weiteres Problem sind die Studenten, die sich frühzeitig (schon auf Höhe der B22) auf die rechte Fahrspur einordnen und somit anderen Autofahrern, die Richtung Netto abbiegen wollen das durchkommen erschweren. Besser wäre es, wenn die Studenten die linke Fahrspur bis hinter die Kreuzung der Nürnberger Straße nutzen und sich erst dann rechts einordnen. Somit wäre es auch den von der Autobahn Abfahrenden möglich besser durchzukommen.
Auch die linke Abbiegespur der Universitätsstraße auf das Unigelände ist dem aktuellem Studentenzustrom nicht gewachsen.
Hier sollte die Linksabbiegerampel früh morgens wesentlich länger GRÜN sein. So würde der Studentenverkehr zügig durchgeleitet.
Vielleicht könnte man auch die zweispurige Konrad-Pöhner-Straße zweispurig in die Universitätsstraße stadteinwärts münden lassen um das Nadelöhr aufzulösen.
Montag, 13. November 2017 - 11:06