Am Wochenende laufen die Lifte

Naturschnee in größerer Menge ist weiter nicht in Sicht. Aber die kräftigen Minusgrade der vergangenen Tage im Fichtelgebirge boten beste Voraussetzungen für den Einsatz von Schneekanonen.

Am Ochsenkopf ist es beschlossene Sache, dass der ursprünglich geplante Saisonbeginn um eine Woche auf das kommende Wochenende vorgezogen wird. An der Nordpiste steht die leistungsfähigste Anlage zur Schneeerzeugung; in den vergangenen Tagen wurden hier rund 30³000 Kubikmeter Schnee gemacht, die Piste, wenn sie fertig präpariert ist, wird rund 50 Zentimeter dick sein.

Bauhof hilft aus

In Mehlmeisel brauchte es ein paar Tage mehr, um die Liftspur und den halben Hang mit ausreichend Schnee zu belegen. Außer den fünf eigenen Kanonen waren zwei Leihgeräte im Einsatz, schildert Gemeinderat Winfried Prokisch. Ergebnis: rund 20 000 Kubikmeter und eine Pistendicke von 30 bis 50 Zentimetern. Prokisch hat sich die vergangenen Tage ehrenamtlich um die Lifte gekümmert, wegen Krankheit beim Personal mussten Bauhofleute zu den Liften abgestellt werden, „zum Glück haben wir derzeit keinen Winterdienst, da geht das“, so Prokisch. Die endgültige Entscheidung fiel am Dienstagnachmittag, dass am Freitag, 9. Dezember, die Klausenlifte als erste im Fichtelgebirge den Betrieb aufnehmen. Start ist um 13 Uhr, der Betrieb geht voraussichtlich bis 22.30 Uhr

Drei Wochen früher als letzten Winter

Das wäre dann gut drei Wochen früher als im vergangenen Winter, als es Anfang Januar erst losging. Damals hatten die Neubauer vorgelegt, der Bleamlalmlift war der erste. Aktuell weiß man in Neubau noch nicht, ob man dieses Wochenende schon mit dabei ist, die Entscheidung soll an diesem Mittwoch fallen, so Johannes Schrader, stellvertretender Vorsitzender des Skiclub Neubau.

In Neubau war man die vergangenen Tage vom Pech verfolgt, eine Pumpe hatte den Geist aufgegeben. Inzwischen ist ein Leihgerät im Einsatz, die reparierte Pumpe ist im Zulauf, aber durch die Havarie hat man wertvolle Zeit verloren. Und durch die Inversionswetterlage war es an der Bleamlalm teils deutlich wärmer – oder besser: weniger kalt – als unten im Dorf.

Einer wartet noch ab

Auch Hermann Nickl vom Oberwarmensteinacher Hempelsberglift hat die vergangenen Tage kräftig geschneit. Aber er traut dem Wetter nicht und will nächstes Wochenende noch nicht aufmachen.

Und auch dass ist wahr, mehr oder minder für jeden Schneekanonenbetreiber in der Region: Durch die geringen Regenfälle in den vergangenen Monaten sind die Wasserreservoire teilweise erschöpft, die Schneekanonen haben das meiste ihres Pulvers erst mal verschossen.

Nicht bewertet

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Kommentare

Na auf was hofft man dann ?
- dass es kalt bleibt und der Kunstschnee sich nicht so schnell verflüchtigt ?
- oder auf Regen, dass die Wasservorräte wieder gefüllt werden ?
na dann
ist doch Regen geworden