Am Fichtelsee tut sich was

Seit der Fichtelseeerweiterung vor nun 31 Jahren hat sich hier nicht viel Neues getan. Deswegen musste sich der Gemeinderat nun mit einem 35 Jahre alten Bebauungsplan befassen. Dem Vernehmen nach reicht das jahrzehntealte Planwerk nicht aus, um Bettenhaus und vor allem das neue Wasserwachthaus rechtlich auf sichere Füße zu stellen. Deswegen muss die Kommune eine Planänderung betreiben, inklusive nötiger Beschlüsse und Auslegungsfristen. Das bedeutet einerseits, dass die Wasserwacht länger auf ihr neues Domizil warten muss als geplant. Aber es bedeutet auch, dass in dem überarbeiteten Plan (den Waldhotelinhaber Bernd Deyerling macht) auch Ideen und mögliche Projekte eingearbeitet werden, die in künftigen Jahren und Jahrzehnten am Fichtelsee entstehen könnten.

Die sind neben den beiden erwähnten Projekten unter anderem:

Kneippbecken beim Nichtschwimmerbecken

Waldbühne am Asphaltplatz

zusätzliche Parkplätze

Bogenschießplatz

Wasserrutsche

Ferienhäuser am Westufer

Barfußwanderweg

Kletterfelsen

neue Badestege

Hochzeitspavillon

Die angedachten Einrichtungen sind am südlichen, neuen See platziert. Die Idee dahinter: der nördliche See mit seinen Naturschutzflächen wird von Freizeitnutzung freigehalten, die dafür im südlichen Bereich konzentriert wird.

Die Diskussion war kontrovers. Obwohl Michael Schwalm (CSF) eingangs deutlich machte, dass die angedachten Einrichtungen „noch nicht in Stein gemeißelt“ sind: „Wir sollten uns Möglichkeiten für die nächsten zehn, 20 Jahre offenhalten.“

Insbesondere Marianne Specht (CSU) und Rudolf Elvers (FWG) fanden, dass mit den vielen möglichen Projekten Naturschutz und Erholungswert rund um den Fichtelsee leiden würden. Sie stimmten gegen die Planänderung.

Auf Anregung von Sigurd Zapf (FWG) sollen zusätzliche Parkplätze in den Plan eingearbeitet werden. Zapf wollte auch ein Verrutschen der Wasserwachtstation weiter Richtung Süden, die derzeit in etwa am südlichen Ende der Asphaltfläche zwischen dem Wasser und dem Rundweg um den See geplant ist. Zapf befürchtet, dass die neue Station den dortigen beliebten Sandstrand verkleinern könnte. Ein ausführlicher Bericht über das Projekt der Wasserwacht, die Gründe und die Bedingungen, unter denen die Wasserretter in den vergangenen Jahren ihren ehrenamtlichen Dienst versahen, folgt in einer der nächsten Ausgaben des Kurier.

Die Wasserwacht hatte ursprünglich gehofft, dieses Jahr schon die neue Station in Betrieb nehmen zu können. Der Gemeinderat hatte sie schon vergangenen Oktober genehmigt. Doch die Planänderung verzögert das Ganze nun. Nun muss der geänderte Bebauungsplan für vier Wochen ausgelegt werden. Frühestens in der Mai-Sitzung könnten dann die eventuell eingegangenen Einwände behandelt werden. Und dann erst der Satzungsbeschluss gefasst werden.

Nicht bewertet

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Kommentare

Kirchturmdenken!!
Endlich gibt es mal einen Investor der Visionen hat und auch die angesprochenen
Projekte bauen und finanzieren kann und schon kommen Einwände.
Bürgermeister und Gemeinderäte von Fichtelberg wacht endlich auf und unterstützt jede mögliche Aktivität und Investition.
Schaut Euch doch mal Euren Ort an, der wird doch allmählich zur Geisterstadt, Leerstände wohin man schaut. Wo bleiben Euere Aktivitäten für den Ort!!!! Ihr habt Verantwortung übernommen für Fichtelberg und jetzt ?????
SUPER! Alles zubetoniert...Wem gehört das Areal eigentlich? Der Gemeinde, dem Forst?
Naturschutzgebiet... wer muss zustimmen?
Dieser Bürgermeister Georg Ritter kann leider gar nichts. Er, und sein 2. Bgm. K.-H. Glaser haben doch auch das ganze Thermengelände unnötigerweise verschenkt, ( Dummheit, Berechnung ? )ca. 15 - 20 Mio. Man kann gespannt sein, wie lange sich die Bürger das noch gefallen lassen. Man braucht ja nur in das Rathaus schauen, geht doch alles drunter und drüber. Am Fichtelsee hat man Kahlschlag gemacht wo bleibt da die Idylle und das romantische ? Hoffentlich bleiben Euch nicht die letzten Gäste auch noch weg.
Über die ersten Themen (Therme, Rathaus) kann ich mit Einschränkungen zustimmen. Aber dem Argument Kahlschlag und romantische Idylle am Fichtelsee? Die Geschmäcker sind bekannter Maßen verschieden. Lieber Beton und vorwärts gerichtetes Tun und Denken als jahrzehntelanges Siechtum, Niedergang und menschliches Totalversagen. Was wird da den Gästen wohl lieber sein? Ich weiß es. Du auch?
Es gibt aber auch Menschen, die aus Berlin ins Fichtelgebirge ziehen und das "jahrzehntelanges Siechtum" genießen. Man sollte nicht alles haben wollen, sondern seine Besonderheiten besser erkennen und vermarkten.
Hat man dem Biber auch die richtigen Pläne übergeben, damit der auch die richtigen Bäume fällt ?!