Altstädter wollen weiße Weste behalten

Eigentlich könnten die Altstädter den Auftritt im Stadion am See gelassen angehen. Viermal kreuzten sie bislang mit den Oberbayern die Klingen, viermal gingen sie als Sieger mit jeweils einem Tor Differenz vom Platz. Aber das ficht Reinhardt nicht an: „Bei diesen vier Partien stand ja eine ganz andere Mannschaft auf dem Feld. Aber für das Selbstvertrauen ist diese Bilanz natürlich sehr gut.“

Und davon sollten die Bayreuther jede Menge haben: „Wir haben uns die beiden Siege gut erarbeitet“, blickt der Trainer auf die Erfolge gegen den FV Illertissen (2:0) und FC Ingolstadt 04 II (3:1) zurück. „Die Einstellung hat gestimmt, die fußballerischen Vorgaben wurden gut umgesetzt.“ Allerdings warnt Reinhardt davor, leichtsinnig zu werden. „Wir müssen weiter konzentriert arbeiten, dann holen wir auch die Punkte.“

Für die Garchinger ist es der zweite Einsatz in dieser Saison. Zum Auftakt überraschte der VfR mit einem 2:1-Erfolg beim FC Augsburg II. „Für das erste Saisonspiel war es sehr temporeich und emotionsreich. Mit der Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Die Mentalität stimmt“, lobte Trainer Daniel Weber. Seitdem sind jetzt elf Tage vergangen: Das VfR-Heimspiel gegen den FC Bayern München II wurde wegen der Asienreise des deutschen Rekordmeisters verlegt, weil einige Akteure aus dem U 21-Kader mitgenommen wurden, dann waren die Garchinger spielfrei. „Ob diese Pause gut oder schlecht für uns ist, kann man im Vorfeld nicht beurteilen“, sagt der Altstädter Coach. „Sie sind von der Qualität her ähnlich aufgestellt wie in der vergangenen Saison. Für die Garchinger ist es das erste Heimspiel, da werden sie sich gut präsentieren wollen. Einfach wird es sicherlich nicht.“

Reinhardt sieht dem ersten Gastspiel in der Fremde gespannt entgegen. „In den vergangenen Jahren haben wir davon profitiert, dass die Heimmannschaft das Spiel machen wollte und wir unsere Chancen genutzt haben. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Garchinger nach unserem Saisonstart auch etwas defensiver agieren. Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt“, sagt der 31-Jährige.

Garchinger haben Respekt

Vor ihren Gästen haben die Garchinger Respekt, wie Co-Trainer Günter Edahl unterstreicht: „Die Bayreuther sind, obwohl sie ein anderes Mannschaftsgefüge aufweisen, weiterhin ein unangenehm zu spielender Gegner.“ Edahl erwartet ein intensives Spiel. „Aus dem wir etwas mitnehmen wollen. Dann können wir mit mehr Selbstvertrauen die schweren Spiele in Memmingen, gegen Wacker Burghausen und die Bayern angehen.”

Seine Startformation habe er bereits im Kopf, lässt der Altstädter Übungsleiter wissen. Aber wie schon bei den letzten Spielen hüllt er sich in Schweigen. Nur eines verrät er: „Bas Peeters spielt an diesem Wochenende in der zweiten Garnitur, dafür rückt aus der U 23 David Langlois nach.“

Tobias Ulbricht auf dem Weg zurück

Personell kann Reinhardt bis auf zwei Ausnahmen aus dem Vollen schöpfen. Neuzugang Robert Kovac befindet sich noch im Aufbautraining, der Mittelfeldspieler nimmt in der kommenden Woche dann am Mannschaftstraining teil, und auch Sturmführer Tobias Ulbricht steht nach wie vor im Aufbautraining.

„Wenn es nach ihm ginge, würde er sofort wieder einsteigen“, lobt Trainer Reinhardt den 32-jährigen Sympathieträger, der sich nach seinem im Mai erlittenen Kreuzbandriss im Pokalspiel gegen Memmingen wieder auf dem Weg zurück in den Kader befindet. „Ich rechne damit, dass Ulle im Laufe des August wieder zur Verfügung steht.“ Und der vom Trainerstab gewünschte Konkurrenzdruck dadurch innerhalb des Teams noch größer wird.

Auch beim VfR Garching fehlen zwei Stammkräfte: Florian Mayer weist noch Trainingsrückstand auf, Tobias Grill laboriert an einer Oberschenkelverletzung.

Nicht bewertet

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