Altstädter Traumstart weckt Erinnerungen

Mit dem Erfolg im Garchinger Stadion am See hat die Mannschaft fast etwas Historisches geschafft, schließlich war der Saisonstart bislang keine Paradedisziplin der Altstädter. Schon die beiden Heimerfolge zum Auftakt bedeuteten den besten Ligastart seit der Saison 2011/12, als man in der Landesliga gegen Memmelsdorf (3:1) und beim FT Schweinfurt (5:2) gewann, um dann in Selbitz (1:2) wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden. In den darauf folgenden fünf Spielzeiten ist es den Gelb-Schwarzen nicht einmal gelungen, den zweiten Spieltag ohne Niederlage zu überstehen: In den vergangenen beiden Serien verlor man jeweils die erste, in den drei Saisons zuvor die zweite Partie.

Letztmals vor 31 Jahren

Für einen Saisonstart mit drei Siegen muss man in den Geschichtsbüchern deutlich weiter zurückblättern: Letztmals gelang das in der Saison 1986/87, als mit Ausnahme von Tobias Ulbricht noch kein Spieler aus dem aktuellen Altstädter Kader geboren war. Damals startete man in der damals noch drittklassigen Bayernliga gegen die SpVgg Weiden (2:0), beim VfL Frohnlach (2:0) und gegen Jahn Regensburg (3:1). Kurios: Trotz des vermeintlichen Traumstarts wurde Trainer Hans Greben vor dem vierten Spieltag von Präsident Heinz Wölfel entlassen, es folgte eine Durststrecke mit nur drei Siegen aus zehn Spielen. Am Ende der Saison war Wölfel dann aber hochzufrieden: Durch den legendären 3:1-Sieg gegen den TSV 1860 München sicherten sich die Altstädter vor 20 000 Zuschauern im ausverkauften Städtischen Stadion die Meisterschaft und schafften danach in der Aufstiegsrelegation die Rückkehr in die Zweite Bundesliga.

Optimalausbeute auch in Zweiter Liga

Die Optimalausbeute an den ersten drei Spieltagen sicherten sich die Altstädter auch in den Spielzeiten 1977/78 und 78/79 in Zweiten Liga Süd. An letztere sind wieder angenehme Erinnerungen geknüpft, stand doch an deren Ende fast der Aufstieg in die Bundesliga. Einem 3:1 beim TSV 1860 München im Grünwalder Stadion folgte zur Heimpremiere vor 4700 Zuschauern gegen den MTV Ingolstadt ein 4:0 durch Tore von Klaus Brand, Uwe Sommerer, Mogens Hansen sowie Wolfgang Breuer und die Eroberung der Tabellenspitze. Die verteidigte man dann mit einem 2:1 beim FV 04 Würzburg, um dann nach dem 1:0 gegen Eintracht Trier (6100 Zuschauer) alleine vor dem Karlsruher SC auf dem Platz an der Sonne zu stehen. Den fünften Erfolg am Stück landeten die von Heinz Elzner betreuten Altstädter dann auf Degerlochs Höhen bei den Stuttgarter Kickers (1:0), ehe ein 3:3 gegen den SC Freiburg die Siegesserie erst einmal beendete. Mit einem Punkt hinter TSV 1860 München gingen die Altstädter dann als Zweiter durchs Ziel. In der Bundesliga-Relegation scheiterte die Elzner-Elf dann an Bayer Uerdingen: Einem 1:1 vor 22 000 Zuschauern in Bayreuth (Tor: Manfred Größler) folgte in der Grotenburg-Kampfbahn ein unglückliches 1:2 (Tor: Herbert Horn).

Club beendet die Serie

Drei Auftaktsiege waren es auch vor 45 Jahren in der Saison 1972/73: In der damaligen Regionalliga Süd gab es ein 5:1 beim VfR Bürstadt, ein 1:0 gegen den FC Freiburg und ein 2:1 beim FC Bayern Hof. Vor 10 000 Zuschauern auf der Jakobshöhe zog dann der 1. FC Nürnberg einen Schlussstrich unter die Serie. Als Vierter gingen die Altstädter dann durchs Ziel, einen Punkt und einen Rang vor dem Club. Meister wurde der SV Darmstadt 98.

In der Amateurliga Bayern der Saison 1970/71 setzten sich die Altstädter die Krone auf. Dabei stellten sie einen Startrekord mit zehn Siegen hintereinander auf. Zu Buche standen am Ende 61:7 Zähler (29 Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen) bei einem Torverhältnis von 89:26. In der gleichen Spielklasse hatten die Altstädter in der Spielzeit 1964/65 mit drei Auftakterfolgen aufhorchen lassen. Damals wurde man Dritter.

Am Freitag gegen SpVgg Greuther Fürth II

Am Freitag haben die Altstädter um 18.30 Uhr im Hans-Walter-Wild-Stadion die zweite Garnitur der SpVgg Greuther Fürth zu Gast.

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