Altstädter nehmen einen Zähler mit

Es war das erste Unentschieden zwischen den Altstädtern und den kleinen Bayern seit der Spielzeit 1992/93, als es in der Bayernliga in Bayreuth ebenfalls ein 1:1 gab.

Während die Altstädter nur mit einer personellen Änderung antraten – Tayfun Özdemir ersetzte den verletzten Tobias Weber –, krempelte Bayern-Coach Heiko Vogel sein Team gleich auf vier Positionen um. Sebastian Bösel, Patrick Puchegger, Bernard Mwarome und Torsten Oehrl rückten in die Mannschaft.

Den kleinen Bayern war deutlich anzumerken, dass sie Wiedergutmachung für die jüngste 0:1-Heimniederlage gegen FC Ingolstadt 04 II betreiben wollten. Sie verzeichneten viele Ballkontakte, kontrollierten das Geschehen. Doch gegen die hoch stehende Altstädter Abwehr gab es zunächst kein Durchkommen, zudem fehlten die zündenden Ideen. Dagegen versuchten die engagierten und giftigen Bayreuther immer wieder Nadelstiche zu setzen, Özdemir kam in der zwölften und 14. Minute aus guter Position zum Abschluss, Philipp Hannemann köpfte nach 20 Minuten knapp über das Tor. Die beste Chance zur Führung hatte allerdings Anton Makarenko, der von Özdemir per Flanke bedient wurde und aus wenigen Metern völlig frei zum Kopfball kam, diesen setzte er aber zu zentral genau auf Torwart Leo Weinkauf.

Die Partie nahm Fahrt auf. Bereits im Gegenzug bekam Marco Hingerl den Ball im SpVgg-Strafraum nicht unter Kontrolle und verzog alleine vor Torhüter Christian Berchthold. Und in der 32. Minute war es soweit: Auf Vorlage von Milos Pantovic zog Oehrl von der Strafraumgrenze ab, und mit Hilfe des Innenpfostens landete der Ball zum 1:0 im SpVgg-Netz, es war das fünfte Saisontor des Kapitäns.

Bayern-Führungstrefferzeigt kurzzeitig Wirkung

Der Treffer zeigte kurzzeitig Wirkung, die Bayreuther Abwehr geriet leicht ins Wanken. Das Team von Marc Reinhardt hatte Glück, dass die nun überlegenen Münchner nicht den zweiten Treffer nachlegten. Einen Querpass von Raphael Obermair verpasste Patrick Puchegger knapp (38.) und Marco Hingerl köpfte knapp am Tor vorbei (43.). Doch mit dem Pausenpfiff sollten sich die Altstädter dann doch für den hohen Aufwand in der Anfangsphase belohnen: Der im ersten Durchgang sehr auffällige Özdemir brachte den Ball in die Mitte, wo Tobias Ulbricht erst verpasste, Makarenko dann aber richtig stand und zum 1:1 einschob.

Die Pausenstandpauke von Vogel blieb nicht ohne Auswirkungen. Die Bayern übernahmen im zweiten Durchgang gleich das Kommando, ließen es aber an der nötigen Präzision vermissen. Zudem stand die Altstädter Defensive wieder sehr kompakt. Nach 66 Minuten verstärkten die Oberbayern noch ihre Offensivbemühungen, brachten ihren besten Torjäger Karl-Heinz Lappe und Nicolas Feldhahn. Allerdings blieben nennenswerte Gelegenheiten aus, das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab. Die einzige Torannäherung, die den zusehends der Montags-Partie in Fürth Tribut zollenden Altstädtern noch gelang, war in der 60.- Minute durch Özdemir, dessen Schuss aber abgeblockt wurde.

Bezeichnend, dass erst eine Standardsituation noch einmal für Raunen im Rund sorgte: Ein Freistoß von Bayern-Mittelfeldspieler Fabian Benko aus halblinker Position touchierte die Querlatte und ging von da ins Aus (83.). Doch das sollte die gefährlichste Situation bleiben, die den Bayern von der soliden Altstädter Abwehr noch gewährt wurde. Was auch Trainer Marc Reinhardt freute: „Wir waren taktisch diszipliniert, unsere Dreierkette hat funktioniert. Und im zweiten Durchgang haben wir trotz schwerer Beine gut dagegen gehalten. Kompliment an mein Team!“

Statistik

FC Bayern München II: Weinkauf – Bösel, Basta, Burger, Puchegger – Mwarone, Benko, Obermair (66. Feldhahn), Pantovic (80. Öztürk), Hingerl (66. Lappe) – Oehrl.

SpVgg Oberfranken Bayreuth: Berchthold – Dengler, Hannemann, Wolf – Weimar, Özdemir (69. Strangl), Krämer, Schmitt, Böhnlein, Makarenko (87. Horter) – Ulbricht (90. Glasner).

SR: Badstübner (Windsbach);Zuschauer: 227.

Tore: 1:0 Oehrl (32.), 1:1 Makarenko (44.).

Gelbe Karten: Bösel, Benko (beide Bayern).

Nicht bewertet

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