Altstädter hoffen auf Traumstart

Der Auftakt mit dem 2:0 gegen den FV Illertissen machte Appetit. „Die Leistung der Mannschaft war gut, alle Spieler haben gut nach hinten gearbeitet und das Umschaltspiel hat funktioniert“, lobt SpVgg-Trainer Marc Reinhardt, dem nach dem Schlusspfiff ein Stein vom Herzen gefallen war. „Wir waren nach der Vorbereitung sehr erleichtert, dass wir das Spiel gewonnen haben.“ Freilich hatte der 31-Jährige auch Kritikpunkte: „Es gibt schon noch einiges, was wir noch besser machen können“, sagt der Übungsleiter und spricht dabei die Abstimmung in den Mannschaftsteilen an. Doch war man in den vergangenen Tagen gut dabei, Abhilfe zu schaffen. „Wir haben die Videoaufzeichnungen studiert und haben unsere Fehler aufgearbeitet.“

Natürlich ist allen auf der Jakobshöhe klar, dass der verdiente Sieg gegen die Mittelschwaben nur etwas wert ist, wenn gegen die Reserve des Bundesliga-Absteigers nachgelegt wird. Dann winkt ein echter Traumstart. Reinhardt will sich von der klaren Auftaktniederlage der kleinen Schanzer beim Meisterschafts-Mitfavoriten FC Bayern München II (0:5) nicht blenden lassen: „Auch wenn Ingolstadt das erste Spiel deutlich verloren hat, wird es eine schwere Aufgabe. Die Ingolstädter haben eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Und daran müssen wir ihnen die Lust nehmen“, macht Reinhardt schon einmal eine klare Ansage in Richtung Oberbayern.

„Die werden nach der Auftaktniederlage sicherlich motiviert sein“, erwartet der SpVgg-Coach einen engagierten Gegner im Rund des Hans-Walter-Wild-Stadions, „schließlich werden sie einen totalen Fehlstart vermeiden wollen“. Eines ist Reinhardt auf jeden Fall klar: „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir eine ähnliche Leistung wie gegen Illertissen anbieten.“

Trainerlob für die eingesetzten Neuzugänge

Wird auch die gleiche Mannschaft am Feld stehen? Da will sich Reinhardt nicht in die Karten schauen lassen. „Es heißt zwar, dass man eine siegreiche Elf nicht verändern soll, aber das ist nur eine Option. Mehr will ich nicht verraten.“ Der Coach gesteht aber auch ein, dass die Abwehr – vor allem die rechte Defensivseite – einen etwas luftigen Eindruck hinterließ. „Man darf nicht außer acht lassen, dass auf dieser Seite mit Darius Held ein 18-Jähriger seinen ersten Einsatz im Seniorenbereich hatte. Da kann man ihm schon einmal die eine oder andere falsche Entscheidung verzeihen, die er getroffen hat. Aber insgesamt hat er seine Sache gut gemacht“, lobt Reinhardt den talentierten Ex-Heidenheimer.

Auch die anderen Neuzugänge überzeugten das Trainerteam mit Reinhardt und seinem „Co“ Florian Wurster. „Im Angriff haben Patrick Hobsch und Ivan Knezevic glänzend harmoniert und sich mit den Toren zum 2:0 belohnt“, erinnert sich Reinhardt. „Julian Kolbeck war in der Abwehr der erhoffte ruhende Pol, und Johannes Golla hat man auf der linken Seite die enorme Erfahrung angemerkt.“

Reinhardt hofft auf die Unterstützung des Bayreuther Publikums: „Die Stimmung gegen Illertissen war toll, das hat uns auf jeden Fall noch zusätzlich motiviert. Es wäre natürlich schön, wenn wir gegen Ingolstadt eine ähnliche Kulisse hätten und die Fans wieder ähnlich Stimmung machen würden. Das hilft der Mannschaft enorm!“

Personell tut sich für die Altstädter mit der Rückkehr von Dominik Schmitt (Außenbandriss) eine neue Alternative im Mittelfeld auf. Nach wie vor nicht zur Verfügung stehen Tobias Ulbricht, (nach Kreuzbandriss im Aufbautraining) und Neuzugang Robert Kovac (Patellaspitzensyndrom). Aus disziplinarischen Gründen suspendiert wurde Nachwuchs-Stürmer Hannes Küfner.

Aufgebot

SpVgg Bayreuth: Hempfling, Veigl – Michaelis, Schneider, Dengler, Kolbeck, Held, Peeters, Golla, Weber, Schmitt, Wolf, Makarenko, Langlois, Renger, Böhnlein, Hobsch, Weimar, Bruno, Knezevic.

SR: Hanslbauer (Zirndorf).

Nicht bewertet

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