Altstädter erst nach der Pause stark

„Endlich war meine Mannschaft auf ihrer Betriebstemperatur“, urteilte SpVgg-Trainer Christoph Starke beim Schlusspfiff auf dem Neudrossenfelder Kunstrasen und lobte damit die elf Akteure, die nach der Pause zum Einsatz kamen und den Forchheimern beileibe mehr abverlangten, als die Altstädter Formation, die begonnen hatte. „Was da in den ersten 45 Minuten ablief, war nichts Besonderes“, sagte Starke, der sicherlich seine Schlüsse ziehen wird, wer denn nun am 21. Februar auf dem Rasen des Grünwalder Stadions bei den kleinen Münchner Bayern stehen wird.

Im ersten Durchgang war es noch ein eher gemächlicher Kick des Regionalligisten. Man ließ den Jahn viel zu oft gewähren, entwickelte zudem selbst kaum Zug zum gegnerischen Tor. Vielmehr musste die Starke-Truppe bei den schnellen Vorstößen des beweglichen und lauffreudigen Bayernligisten auf der Hut sein. Klare Gelegenheiten sprangen bis auf einen Schuss des auffälligen Adem Selmani, den SpVgg-Schlussmann Andreas Sponsel mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenkte (15.), allerdings ebenso wenig heraus wie auf der Gegenseite. Lediglich der von den A-Junioren „ausgeliehene“ Ari Mert (19.) und Friedrich Lieder (43.) prüften den Forchheimer Torhüter Tugay Akbakla.

Als Christoph Starke zum zweiten Durchgang bis auf Florian Hoffmann und Sponsel eine neue Mannschaft aufs Feld schickte, wurden die Aktionen der Bayreuther durchdachter. Zudem bereitete die Umstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr dem Bayernligisten nun mehr Probleme, als ihm lieb war. Die Altstädter gingen nun auch viel druckvoller zu Werke und zwangen die Forchheimer durch eine erhebliche Tempoverschärfung zu Fehlern, die sie dann auch konsequent nutzten. „Das hat mir sehr gut gefallen“, lobte Starke.

Ein Aussetzer des ebenfalls erst eingewechselten Forchheimers Aleksandar Toncic brachte den Gelb-Schwarzen dann auch die Führung: Der Jahn-Verteidiger spielte Tayfun Özdemir den Ball genau in den Lauf, der Ex-Frohnlacher setzte zu einem Alleingang an, den er mit einem Lupfer über Akbakla abschloss (54.). Und ein weiterer Fehler im Spielaufbau des Bayernliga-Vertreters brachte das 2:0. Nach einer Vorarbeit von Anton Makarenko übernahm Özdemir die Initiative, passte vor Akbakla auf Marius Strangl, der keine Mühe mehr hatte (58.). In der Folge hatten die Forchheimer nicht mehr viel zuzusetzen, mussten wohl auch ihrem Tempo des ersten Durchgangs Tribut zollen. Letztlich entsprach der Sieg den gezeigten Leistungen.

SpVgg Bayreuth (1. Halbzeit): Sponsel – Horter, Hoffmann, Ascherl, Eckert – Gareis – Mert, Glasner, Wolf, Lieder – Strößner.

SpVgg Bayreuth (2. Halbzeit): Sponsel (65. Arkenberg) – Hoffmann (65. Ruß), Zitzmann, Hannemann, Pötzinger – Makarenko, Strangl, Böhnlein, Schmitt, Özdemir – Ulbricht.

SR: Potemkin (Friesen); Zuschauer: 40.

Tore: 1:0 Özdemir (54.), 2:0 Strangl (58.).

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