Altstädter erleichtert, Pegnitzer trotzig

„Das war schon eine tolle Leistung, die unsere zweite Garnitur da hingelegt hat“, sagt der Sportliche Leiter der SpVgg Bayreuth, Wolfgang Mahr. Allerdings findet der 64-Jährige auch ein kleines Haar in der Suppe: „Wenn-gleich es die Relegation auch nicht gebraucht hätte, denn die Mannschaft hatte ja in der Punkterunde genügend Chancen, die drei fehlenden Zähler zum rettenden 13. Tabellenplatz zu holen.“

Dennoch ist Mahr stolz auf die junge Truppe, die nach der Versetzung von Trainer Florian Wurster zur ersten Garnitur (als „Co“ von Marc Reinhardt) seit Mitte August vergangenen Jahres von Michael Regn betreut wird. „Sie hat bewiesen, dass sie Fußball spielen kann. Und der BSC Bayreuth-Saas und der FC Vorwärts Röslau waren in der Relegation ja auch nicht die schlechtesten Gegner.“

Bekanntlich warfen die jungen Altstädter den Lokalrivalen aus dem Lerchenbühl mit 1:1 und 2:1 aus dem Rennen, um dann in der entscheidenden Runde zuerst gegen Röslau 0:1 zu verlieren und das Rückspiel mit 2:1 für sich zu entscheiden. „Auf diesen Leistungen kann man aufbauen“, freut sich Mahr. „Und auch für das Nachwuchs-Leistungszentrum ist das eine gute Geschichte. Falls dort jemand für unsere erste Garnitur in der Regionalliga noch nicht ganz soweit ist, kann er erst einmal in der Landesliga Erfahrungen sammeln.“

Drei Abgänge beim ASV Pegnitz

„In den entscheidenden Spielen der Serie haben wir versagt“, zieht der Fußball-Abteilungsleiter des ASV Pegnitz, Steffen Weihrich, ein ernüchterndes Fazit nach den letzten beiden Partien der Relegationsrunde. Mit einem 2:1 und einem 4:2 gegen die SG 1883 Nürnberg-Fürth hatten sich die Schulstädter für den finalen Showdown gegen den TuS Feuchtwangen qualifiziert, dort gab es mit einem 0:1 und einem 1:2 in der Reusch dann die Ernüchterung, nach fünf Jahren in der Landesliga, darunter die letzten drei unter Trainer Heiko Gröger, geht es wieder in die Bezirksliga. Und dort wollen die Schulstädter unter ihrem neuen Übungsleiter Thomas Daschner, den man Anfang April als Grögers Nachfolger vorstellte, eine gute Rolle spielen. „Freilich müssen wir erst einmal sehen, wie es weiter geht. Personell sollte trotz des Abstiegs alles so bleiben wie geplant. Bis auf die bekannten Abgänge“, sagt Weihrich. Christopher Schraml, der am Sonntag das Führungstor gegen Feuchtwangen markierte, geht als Spielertrainer zum Kreisligisten SC Kühlenfels, Verteidiger Christian Frank verlässt den Verein mit unbekanntem Ziel und Torwart Sebastian Kausler legt erst einmal eine schöpferische Pause ein.

"Abstieg gut für Entwicklung der jungen Spieler"

„Vielleicht ist es für die Entwicklung unserer jungen Spieler gar nicht einmal so schlecht, dass wir abgestiegen sind“, gewinnt Weihrich dem Gang in die Bezirksliga noch etwas Gutes ab. „Mit unseren begrenzten finanziellen Mitteln haben wir uns doch erstaunlich lange in der Landesliga gehalten. Aber mit den finanzstarken Nürnberger Vereinen kann man einfach nicht mehr mithalten.“ Positiv sieht Weihrich den Umstand, dass die zweite Mannschaft nach ihrem Aufstieg nun nur noch eine Klasse tiefer spielt. „Das Leistungsniveau wird enger“, sagt Weihrich. Was die Auswahl für Trainer Daschner etwas schwieriger werden lässt.

Neu in der Reusch ist, wie Weihrich verrät, ein Trio: Vom Kreisklassisten SV Kirchenbirkig kommt Angreifer Felix Grembler, der in der abgelaufenen Saison 27 Mal einnetzte, vom FC Troschenreuth (ebenfalls Kreisklasse) wechselt Lars Stachowski, der schon bei den A-Junioren der SpVgg Bayreuth spielte, zum ASV, und vom Lokalrivalen FC (A-Klasse) verändert sich Daniel Schmitt zum Ex-Landesligisten.

Nicht bewertet

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