Altstädter arbeiten auf Hochtouren

„Wir stehen mit Christian Stadler in Gesprächen“, sagt Geschäftsführer Mathias Fleischmann. Und man habe den Wunsch, mit dem 44-Jährigen weiter zu machen. „Wir haben nämlich den Eindruck gewonnen, dass er den Draht zur Mannschaft gefunden hat. Er könnte eine gute Lösung für den Rest dieser Saison sein.“ Fleischmann benutzt den Konjunktiv, weil Stadler zum einen beruflich stark eingespannt, und zum anderen nicht die Qualifikation mitbringt, ein Regionalligateam zu trainieren. „Vielleicht gibt es ja eine Übergangslösung. Die müssen wir aber erst noch ausloten.“

Unabhängig davon stehen die Altstädter auch noch in Verhandlungen mit weiteren Kandidaten, die mittel-, bis langfristig eine Lösung darstellen sollen. „Wir sind derzeit in der Entscheidungsphase“, so Fleischmann. Einer, der das Anforderungsprofil erfüllen würde, wäre der derzeitige Sportliche Leiter und Trainer des SV Seligenporten, Roger Prinzen. „Er würde als hauptamtlicher Trainer zu uns passen, wenn wir einen weiteren Schritt in Richtung Profitum planen.“

Vorbereitungsstart mit "qualifiziertem Trainerteam"

Fleischmann unterstreicht, dass zu Beginn der Wintervorbereitung ein „qualifiziertes Trainerteam“ zur Verfügung stehe. „Wir planen ja auch ein Wintertrainingslager“, lässt Fleischmann wissen. Und das wird nicht in heimischen Gefilden über die Bühne gehen, sondern dort, wo man auch Fußball spielen kann. Der Sportliche Leiter der SpVgg, Wolfgang Mahr, ist derzeit noch auf der Suche. „Wir nehmen das alles sehr ernst, schließlich stehen wir vor 15 Endspielen im Kampf um den Klassenerhalt. Und sieben Siege werden wir mindestens brauchen, um die Liga zu halten“, sagte der Rechtsanwalt. Fleischmann deutet auch Neuzugänge an. Und es geistern bereits schon Namen herum: Der Ex-Altstädter Manuel Stiefler (SV Sandhausen) und der Regensburger Sven Kopp werden gehandelt. „Das sind durchaus interessante Spieler“, kommentiert der damit konfrontierte Fleischmann, wollte aber Kontakte nicht bestätigen.

Wie es um die sportliche Ausrichtung der Altstädter bestellt sei, hänge viel von der Entscheidung des Deutschen Fußballbundes ab, der die weitere Zukunft der Regionalligen, was den Aufstieg angeht, eigentlich heute bei einem außerordentlichen Bundestag festzurren wollte (wir berichteten). „Sollte es in Richtung vier Regionalligen gehen, liegt der Fokus ganz klar auf der Qualifikation“, gibt Fleischmann jetzt schon die Richtung vor. Allerdings konnten sich die Landesverbände im Vorfeld nicht einigen, so dass nun eine Expertenkommission eine Reform entwickeln soll. Somit ist das Thema erst einmal vom Tisch und soll nun beim nächsten DFB-Bundestag im Oktober 2019 geklärt werden.

Trainingsauftakt am 10. Januar

Trainingsstart für die Altstädter im neuen Jahr ist am 10. Januar, egal, wer dann auf der Kommandobrücke steht. Zwei Tage später geht es nach Nordhausen zu einem Hallenturnier, nach einer Übernachtung tritt man dann zu einem ersten Vorbereitungsspiel gegen Wacker Nordhausen an, der in der Regionalliga Nordost an dritter Position hinter Energie Cottbus und dem BFC Dynamo Berlin anzutreffen ist.

Für den 20. Januar suchen die Altstädter noch einen Gegner, am 27. Januar geht es zum FC Einheit Rudolstadt, am 3. Februar zu Wismut Gera (beide Oberliga). In Neudrossenfeld steht am 4. Januar der Vergleich mit dem Bayernligisten Jahn Forchheim an, an gleicher Stelle ist dann am 10. Februar das Rückspiel gegen Rudolstadt geplant. „Und am 17. Februar soll dann das erste Nachholspiel stattfinden, wenn die Witterung es zulässt“, sagt Wolfgang Mahr.

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