Als es am Röhrensee noch dampfte

Eine Anekdote ist auf einer Infotafel zu lesen, die am Röhrensee unter der Bahnbrücke angebracht ist. Demnach sei der Zug spätestens bei Mistelgau so langsam voran gekommen, dass die Schulkinder austiegen und neben dem Zug her gelaufen seien. Und wenn die keuchende Lokomotive bei Obernsees zum Wassertanken hielt, dann habe an den Gleisen meist auch die Kellnerin einer Gaststätte mit Biergläsern bereit gestanden. Die Anzahl der gewünschten Getränke habe der Lokomotivführer zuvor mittels Signalpfiffen übermittelt.

In Höhe des Röhrensees soll jetzt an diese Bahnlinie erinnert werden. Kurz vor der Brücke, dort, wo es vom Radweg ab- und über Stufen zum Park hinunter geht, soll ein restauriertes Haltesignal aufgestellt werden. Dazu eine Unterstellmöglichkeit und eine Infotafel, die an die Geschichte der Haltestelle erinnert. Direkt am Radweg sollen zudem Fahrradständer und eine Ruhebank aufgestellt werden und zum Verweilen am Röhrensee einzuladen. Außerdem ist geplant, eine Ladestation für Elektrofahrräder aufzustellen.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 45.000 Euro. 27.000 Euro gibt es aus Fördertöpfen, der Rest der Kosten wird über einen privaten Nachlass gedeckt.

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Kommentare

Der Rad- und Fußweg auf der früheren Bahnstrecke führt nicht von der Altstadt zur innenstadt, sondern zur Universität und zur Nürnberger Straße. Von dort kann man dann weiter bis zur Eremitage.
Oder man biegt in der Nürnberger Straße links ab und man staune dann, da gehts wirklich auch in die Innenstadt.
Aber man hat zu viel Umweg gefahren! Deshalb ist die Äußerung auch nicht in die Printausgabe übernommen worden. Die Kritik hier wirkt offenbar.