AfD wirbt mit Schweizer Matterhorn

Der Nürnberger AfD-Chef Martin Sichert sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, seiner Partei sei es darum gegangen, mit einer «gesunden, natürlichen Landschaft» auf Probleme bei der Ärzteversorgung auf dem Land aufmerksam zu machen. Gebietsansprüche wolle man damit nicht stellen. Zugleich sei die Schweiz aber mit ihren Volksentscheiden auch ein Vorbild für die AfD.

Auch für den Umstand, dass das Matterhorn-Bild auf der Facebookseite der AfD Nürnberg schon kurz darauf durch ein Foto mit grüner Wiese ersetzt wurde, hatte Sichert eine Erklärung: Die Partei wolle nicht über das Schweizer Matterhorn reden, sondern über Sachthemen.

Dieses Vorhaben ist mit der Matterhorn-Wahlwerbung gründlich in die Hose gegangen. Im Netz dominieren Kommentare derer, die sich über die Wahlwerbung lustig machen.

Und so mancher zieht sogar eine Parallele zwischen AfD und NPD, die ebenfalls schon einmal mit dem Matterhorn Wahlwerbung gemacht hatte. Allerdings ganz offensichtlich in dem Wissen, dass der Berg in der Schweiz aufragt.

dpa/mki

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Kommentare

Zitat: "Im Netz dominieren Kommentare derer, die sich über die Wahlwerbung lustig machen."

Eine kurze Google-Suche verleiht mir den Eindruck, dass diese Behauptung ausschließlich vom Kurier-Redakteur Kircher aufgestellt sein könnte, denn sowohl bei Focus Online als auch beim österreichischen Kurier (Online) heißt es dagegen deutlich gemäßigter:

"In sozialen Medien sorgte dies für teils belustigte und hämische Reaktionen."

Scheinbar hat man also in der Kurier-Redaktion exaktere, validere Quellen bzw. Möglichkeiten der Gewinnung von Informationen als z.B. in der Focus-Redaktion! Alle Achtung! Besonders gespannt bin ich hier auf die methodische Vorgehensweise, um für "das Netz" repräsentative Daten zu gewinnen – was sich dann natürlich auch in Formulierungen wie "Im Netz dominieren" niederschlagen darf.

Gespannt auf Antwort wartend,
s'marcharettla
Wenn Sie meinen, ich habe nicht recht... beweisen Sie mir das Gegenteil.
Ich fasse zusammen:
Gut einen Monat vor der Bundestagswahl 2017 wird ein Bericht der Deutschen Presse Agentur über eine am 24.9. zur Wahl stehende Partei mit subjektiven Eindrücken eines Redakteurs (gewonnen durch das Surfen im Internet) vermengt, wodurch im Kontext des zu berichtenden Vorfalls eine signifikant negativere Reaktion auf besagte Partei suggeriert wird als im originalen dpa Bericht.
Angesprochen auf diese subtile, unredliche Verquickung, die nur indirekt durch die Kürzel "dpa/mki" am Ende des Artikels erkenntlich ist, erwidert jener nur: "Wenn Sie meinen, ich habe nicht recht... beweisen Sie mir das Gegenteil."

Ich schlussfolgere:
Bei diesem Artikel handelt es sich teilweise um FakeNews. "Wenn Sie meinen, ich habe nicht recht... beweisen Sie mir das Gegenteil." ®
Schön, dass Sie das schlussfolgern.
Hier wird wieder einmal versucht aus einer Mücke Elefanten zu machen, aber auch nur, um die AFD in ein möglichst schlechtes Bild rücken zu können ! Egal wie immer drauf auf die AFD. Die armen tun mir schon fast leid! Aber von einer der SPD-Genossen nahen Zeitung ist ja nichts anderes zu erwarten! ;-)
Kommt noch mehr?
Wieso leid tun?
Dummheit gehört sich als solche gekennzeichnet!
Wobei Dummheit in dem Fall verharmlosend ist.
Blödheit trifft's wohl eher.
>>> Zugleich sei die Schweiz aber mit ihren Volksentscheiden auch ein Vorbild für die AfD. <<<

Genau das habe ich mit dem Bild assoziiert.

Grundsätzlich:
Der aktuelle Basisslogan der AfD:
„Hol die dein Land zurück“, ist ok und gut gewählt.

Zum Bild des Matterhorns und der Schweizer Fahne hätte noch folgender Slogan gut gepasst:
„Die Schweiz, die wahre Demokratie“

Denn die BRD ist, meiner Meinung nach, eine Pseudodemokratie.
In dieser „Demokratie“ darf einmal in vier Jahren gnädig gewählt werden, nachdem die, die schon länger hier sind, nach Strich und Faden angelogen wurden…
Und nach der Wahl geht's munter weiter.
Wenn Ihnen einmal in vier Jahren wählen gehen zu wenig ist (sie vergessen dabei die Landtags-, Europa-, Kommunalwahlen und diverse Bürgerentscheide), dann treten Sie doch in eine Partei ein und gestalten Sie mit. Dann können Sie jeden Tag Politik machen.
...oder wandern Sie aus - in die Schweiz zum Beispiel.
Hr. Kircher: Erinnert mich alles ein bisschen an die Aussage "wenn´s dir nicht passt, dann geh doch rüber" von damals... aber gut... ;)
Im Übrigen war auf dem Original keineswegs die Schweizer Flagge abgebildet.
Also nix mit Vorbild Schweiz.
Vermutlich haben sie's für die Zugspitze gehalten, ganz sicher sogar!
Wie schon angedeutet,
so ein Bild, das die Schweiz symbolisieren soll, war eine gute Idee.

Allerdings hätte man viel mehr daraus machen können.

Ansonsten ist für die AfD alles gut, was Aufmerksamkeit schafft,
auch scheinbar Negatives...
Letztmals:
Das hatte mit der Schweiz nichts zu tun.
Die ganze Story haben sie nachgeliefert, als ihnen bewusst wurde, wie bescheuert sie sind.
Warum wurde das Matterhorn dann wohl wieder entfernt, obwohl die Schweiz das Thema war?
Aber grundsätzlich haben Sie ja Recht.
Alles ist gut, was Presse generiert.
Auf diese Art und Weise ist in den USA ein Vollidiot Präsident geworden - man braucht nur genügend ähnlich veranlagte Wähler.


Die AfD ist das Schmuddelkind in der Parteienlandschaft.
Und zwar innerhalb der Parteien, die höchstwahrscheinlich in den Bundestag kommen.

Und dieses Image sollte sie pflegen!

Denn in einer schlagkräftigen Werbung ist immer ein USP vorhanden.

Dieses Alleinstellungsmerkmal „Schmuddelkind“ hat von den oben erwähnten Parteien niemand.
Das erlaubt somit den AfD Protagonisten entsprechende Statements. Diese Statements werden von so einer Partei und ihren wichtigsten Personen ja erwartet.

Das generiert ebenfalls Aufmerksamkeit!
Echt lustige Kommentare hier. Immer dasselbe: AfD macht irgendwas bescheuertes, Presse berichtet, AfD-Jünger verteidigen und drehen es irgendwie so dass es eventuell passen könnte, und schimpfen auf die böse Presse. :-)
Ich weiß nicht, ob die Kommentare angesichts des jüngsten Massakers noch soooo "lustig" sind...
Sie sind ja ein ganz G'scheiter!