Acht Bundessieger aus Oberfranken

Acht der bundesweit besten Absolventen in einem Ausbildungsberuf der Industrie- und Handelskammern kommen aus Oberfranken – sieben davon aus dem Einzugsgebiet der IHK für Oberfranken in Bayreuth. „Damit hat Oberfranken, wie schon in den Vorjahren, eine weit überdurchschnittliche Zahl an Bundesbesten“, wird IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner in einer Mitteilung zitiert. Bei einer Gala in Berlin wurden die Bundessieger nun ausgezeichnet.

Bei dem Erfolg handle es sich nicht um eine Eintagsfliege, wie Bernd Rehorz betont, der bei der Bayreuther Kammer den Bereich Berufliche Bildung leitet. Vielmehr hätten die oberfränkischen Ausbildungsabsolventen auch in den vergangenen Jahren ähnliche Spitzenresultate erzielt.

„Ein Vergleich mit den deutschen Bundesländern zeigt, dass nur Hamburg auf eine höhere Zahl von Bundesbesten kommt, gemessen an der Einwohnerzahl“, betonte Rehorz. IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner sagte laut der Mitteilung: „Wir haben in Oberfranken offenbar eine ganz besondere Symbiose. Hier treffen erstklassige Auszubildende auf hervorragende Ausbildungsbetriebe und höchst engagierte Berufsschullehrer.“

Rund 300.0000 Prüfungsteilnehmer verzeichneten die deutschen Industrie- und Handelskammern alleine 2017. Von diesen 300.000 wurden in 207 Ausbildungsberufen 213 Absolventen geehrt, die in ihrer Abschlussprüfung die höchste Punktzahl erreicht haben, also die Besten in ihren Berufen sind.

Bei einer von Barbara Schöneberger moderierten Gala in Berlin zeichneten Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), und Günther Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Personal, die „Super-Azubis“ mit Urkunden aus. Schweitzer sagte in seiner Festansprache: „Den Bundesbesten gebührt meine größte Anerkennung und mein Respekt.“ Dennoch sei der Blick auf den Ausbildungsmarkt nicht ungetrübt: Für Unternehmen werde es immer schwieriger, Lehrstellen zu besetzen. In jedem dritten Betrieb bleiben Ausbildungsplätze laut DIHK inzwischen unbesetzt.

 

Das sind die acht oberfränkischen Bundessieger:

 

Tatjana Weber aus Kronach ist die beste Bankkauffrau Deutschlands. Sie hat ihre Ausbildung beim Zweckverband der Sparkasse Kulmbach, Kronach-Ludwigsstadt mit Märkten Thurnau, Wirsberg und Marktschorgast absolviert.

Jakob Reinke aus Ebnath schloss als Bester seine Prüfung als Gießereimechaniker, Fachrichtung Maschinenformguss, ab. Sein Ausbildungsbetrieb ist die Trompetter Guss GmbH & Co. KG in Bindlach.

Bester Rohrleitungsbauer Deutschlands ist Markus Lux aus Ködnitz. Er hat seine Ausbildung bei der W. Markgraf GmbH & Co. KG Bauunternehmung in Bayreuth absolviert.

Die beste Stoffprüferin Deutschlands, Katharina Zeitler aus Waldsassen, hat ihre Lehre bei den Didier-Werken AG in Marktredwitz mit großem Engagement gemacht.

Den besten Abschluss als Technische Systemplanerin, Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik, erzielte Annett Engelhardt aus Helmbrechts. Sie absolvierte ihre Ausbildung beim Unternehmen Sommer Fassadensysteme-Stahlbau-Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG in Döhlau.

Bester deutscher Absolvent als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Fachrichtung Halbzeuge, ist Benedikt Hiller aus Gochsheim. Sein Ausbildungsbetrieb ist die Rehau AG + Co. in Rehau.

Bester Techniker in der Fachrichtung Vermessung ist Martin Junghans aus Arzberg. Ausgebildet wurde er von der Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH in Selbitz.

Bester Holzmechaniker in der Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau ist Lukas Scheler aus Rödental, der seine Ausbildung bei der Habermaaß GmbH in Bad Rodach (IHK zu Coburg) absolviert hat.

red

 

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