520.000 Euro für Gemeindehaus-Sanierung

Auf die Gemeinde könnten demnach Kosten in Höhe von mindestens 520.000 Euro für die Sanierung des Hauses und rund 250.000 Euro für die Gestaltung des Außenbereichs zukommen.

Das Gemeindehaus wurde im Jahr 1778 erbaut und diente einst als eines der beiden Pfarrhäuser in Gesees. Das Sandsteinhaus, das sich inzwischen im Besitz der Gemeinde befindet, steht unter Denkmalschutz, unterliegt aber nicht der Auflage, dass bei einer Sanierung der Originalzustand wiederhergestellt werden muss. Das Haus wird von den Vereinen aus Gesees genutzt.

Seit 2015 beschäftigt sich der Gemeinderat mit einer Sanierung des historischen Gebäudes in der Weinbergstraße. Am Dienstag präsentierte Architekt Schmidt die sechste Variante eines Sanierungsplans. Dieser fand grundsätzlich die Zustimmung der Gemeinderatsmitglieder, über viele Details muss aber noch beraten werden.

Schmidt schlug vor, die Sanierung einer drei Meter hohen Sandsteinmauer auf dem Außengelände aus dem Plan herauszunehmen, wodurch sich die Kosten senken ließen.

Stattdessen plädierte Schmidt dafür, die Mauer teilweise abzutragen und die alten Steine zur Befestigung der Böschung an der Weinbergstraße mit einer Sockelmauer zu verwenden. So würde „das Sandsteinmaterial eine Wiederverwendung erfahren“, wie Schmidt sagte. Mit dieser Mauer ließe sich verhindern, dass bei Starkregen die Erde runtergespült wird. Für die Außenanlage, den ehemaligen Pfarrgarten, ist das Errichten eines Spielplatzes vorgesehen.

Was das Haus betrifft, so sieht der Plan den Einbau eines Treppenhauses vor, das Erd- und Obergeschoss verbindet. Bislang ist das Obergeschoss über einen separaten Eingang zu erreichen. Im Erdgeschoss soll laut Schmidt wenig verändert werden. An dem Veranstaltungsraum mit Küchenzeile werde sich wenig ändern. Hingegen soll im Obergeschoss eine ordentliche Küche eingebaut werden.

Diskussionsbedarf bestand bei den Gemeinderäten bei der Frage nach den Toiletten. Wie viele tatsächlich in welchem Stockwerk eingebaut werden sollen und wo das Behinderten-WC hinkommt, muss noch geklärt werden.

Größere Arbeiten sind indes im Dachgeschoss zu erledigen. Aufgrund des Zustands der Dachziegel riet der Architekt zu einer kompletten Neueindeckung. Die Hälfte der Ziegel sei Schrott. Hier müsste man, unabhängig von der Sanierung des Hauses, in den nächsten Jahren ohnehin tätig werden. Auch die Wärmedämmung müsse neu gemacht werden. „Wenn man einen Dachstuhl saniert, dann ordentlich“, sagte Schmidt.

Mit Blick auf die Kostenkalkulation bleiben jedoch Fragezeichen. Allein in den vergangenen zwei Jahren sei eine Preissteigerung von bis zu 20 Prozent zu verzeichnen gewesen, wie der Architekt ausführte.

Nun will Bürgermeister Harald Feulner (FW) mit dem Projekt bei der Städtebauförderung vorstellig werden, wovon er sich Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent der Kosten verspricht.

Das fand die Zustimmung des Gemeinderates.

Nicht bewertet

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