50 Jahre im Rathaus: Experten packen aus

Herr Hübner, Herr Lach, Sie haben zuletzt zwei Bürgermeister erlebt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Welcher war der angenehmere?
Karl-Heinz Hübner: Hans Dötsch war jemand, den ich als Macher bezeichnen würde. Er hatte einen unheimlichen Trieb, die Gemeinde nach vorne zu entwickeln. Seine Art, nun ja, die hat es vielleicht gebraucht, damit die Gemeinde heute da steht, wo sie steht. Und Simone Kirschner ist sehr gewillt, etwas auf die Beine zu stellen. Aber ihren Plan dafür erkenne ich nicht. Sie hat viele Ideen, aber nicht das Gespür und nicht den Druck, das auch so durchzuführen.
Tomasz Lach: Das Problem in Heinersreuth ist doch ein ganz anderes. Wenn in Heinersreuth eine Fraktion ja sagt, sagt die andere aus Prinzip nein. Ich habe nie verstanden, warum die Politik vor Themen gehen soll. Politik kann man vor der Wahl machen, aber danach gilt es, auf das Wohl der Gemeinde zu schauen. Es war bekannt, dass ich deswegen vieles nicht mitgetragen habe. Und: Die Wertschätzung der Alten lässt mittlerweile zu Wünschen übrig. Das geht schon beim Betriebsausflug los, zu dem ehemalige Mitarbeiter plötzlich nicht mehr eingeladen sind. Ich kann es nicht mehr hören, dass früher alles falsch gewesen sein soll.

Vielleicht muss man der neuen Bürgermeisterin einfach ein bisschen Zeit geben.
Hübner: Drei Jahre sind rum. Und da hat sie meiner Meinung nach noch nichts vorzuweisen, was dazu führen könnte, dass ich sage, ich wähle sie wieder.
Lach: Sie hat in dieser Zeit auch viel gelernt. Als Gemeinderätin hatte sie nie viel Interesse gezeigt und daher auch nicht viel gewusst. Dass sie dann Bürgermeisterin werden wollte, war für mich auch eine Überraschung. Aber das war im Nachhinein gar nicht schlimm. Denn Politik braucht auch Veränderung. Als Bürgermeisterin war sie dann bei jeder Besprechung dabei und hat immer gesagt, dass sie lernen will. Mit Dötsch war es auch nicht einfach, der hatte auch immer seine Meinung. Aber der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern war viel viel besser. Die Bürgermeisterin misstraut den Mitarbeitern, die mit Dötsch gut zusammengearbeitet haben.

Ich sehe in Heinersreuth niemanden, der es besser machen könnte.
Hübner: Christian Bock hat bestimmt Ambitionen und ich traue ihm auch einiges zu. Auch, das er diesen Job ordentlich macht.

War es schlau von Dötsch, sich noch einmal in den Gemeinderat wählen zu lassen?
Hübner: Ja. Zumindest in der ersten Wahlperiode gehört er mit seiner Erfahrung da rein. Um auch der jungen SPD-Fraktion diesen Antrieb mitzugeben. Dass er in der zweiten Wahlperiode nochmal mitgeht, glaube ich persönlich nicht.

Man muss dazu sagen: Sie sind selbst Mitglied der SPD.
Hübner: Ja, seit 1982. Ohne politische Ambitionen. Ich bin ich damals einfach gefragt worden.

Wie kam’s?
Hübner: Das war ein ganz unbedeutendes Erlebnis noch in der Jugendzeit. Ich habe Fußball in Heinersreuth gespielt und auf meine Sporttasche hat mir irgendwann mal jemand einen SPD-Aufkleber geklebt. Ich war politisch völlig unmotiviert und hatte meine Gedanken nur beim Fußball. Aber diesen Aufkleber habe ich getragen und galt damit bereits als 17-Jähriger als der SPD zugetan. Und als ich im Rathaus eingestellt wurde, hieß es: Willst du nicht einmal beitreten?
Lach: Ich habe auch das Angebot bekommen, der Partei beizutreten. Ich habe das aber nicht gemacht. Meiner Meinung nach machen die Schwarzen manche Sachen auch besser. Zum Beispiel haben sie viele junge Leute. Die Arbeiterpartei SPD stirbt dagegen allmählich aus in Heinersreuth.

Wären Sie mit so vielen Jahren Verwaltungserfahrung nicht sowieso die besseren Bürgermeister?
Hübner: Ich wurde schon gefragt, bei der letzten Wahl. Aber ich habe gesagt: jetzt nicht mehr. Ich weiß nicht, was ich früher geantwortet hätte. Aber ich könnte mir vorstellen 2020 für den Gemeinderat zu kandidieren.
Lach: 80 Prozent der Probleme, mit denen sich die Politik in Heinersreuth beschäftigen muss, betreffen das Bauamt. Aber ich habe mit Heinersreuth abgeschlossen, habe da auch nie gewohnt und bin kürzlich erst nach Weidenberg gezogen.

Zwischen Altenplos und Heinersreuth, so scheint es, zieht sich ein großer Graben. Wäre eine Fusion der beiden Sportvereine nicht eine Möglichkeit, dem bei zu kommen?
Hübner: Darüber habe ich schon vor 25 Jahren mit dem früheren Vorsitzenden des SC Altenplos, Alwin Moreth, gesprochen. Denn jeder Verein ist etwa gleich groß, hat ein riesiges Sportgelände und krebst in den untersten Ligen herum. Danach hat Moreth mit mir wochenlang nicht mehr gesprochen.
Lach: In den nächsten zehn Jahren ist die Fusion völlig ausgeschlossen. Das ist schade, denn was beim Sportverein beginnt, zieht sich durch alle anderen Bereiche der Gemeinde. Die Heinersreuther kommen nicht nach Altenplos und umgekehrt. Vor zwei Jahren haben die Gemeinderäte daher schon mal darüber diskutiert, die Gemeinde Heinersreuth in Gemeinde Rotmaintal umzubenennen. Umsetzen hat sich das dann aber niemand getraut.

Können Sie nachvollziehen, warum der Gemeinderat solche und andere Dinge mittlerweile unter Ausschluss der Öffentlichkeit berät?
Hübner: Das ist natürlich eine Frage des Stils der Bürgermeisterin. Die müsste die Gedanken dann in öffentlicher Sitzung schon noch einmal ausführen um die Entscheidungsfindung transparent zu machen. Nur ein Beispiel: Tomasz Lach hat im Bauausschuss einmal laut gedacht, wie man bei der nächsten Sperrung der B 85 wieder aus Altenplos herauskommt. Da ist uns eingefallen, das Brunnenberglein so auszubauen, dass zwei Autos nebeneinander fahren können. Das stand dann in der Zeitung und Lach bekam sofort Anrufe, ob er denn nicht ganz dicht wäre. Wäre das nicht öffentlich gewesen, hätte man diesen Gedanken weiter ausspinnen können. So aber haben wir uns künftig zurückgehalten.

Genauso wichtig ist es doch, dass man die Bürger an den Gedanken von Anfang an teilhaben lässt. Die Reaktionen kann man doch als Stimmungsbarometer sehen.
Hübner: Dann hätte die Bürgermeisterin diesen Ball aber aufnehmen und bei einer Bürgerversammlung einmal diskutieren müssen. Dann wäre es ein Politikum gewesen und nicht die Amtsanmaßung des Bauamtsleiters.
Lach: Ich glaube immernoch, dass das mit dem Ausbau des Brunnenbergleins eine gute Idee war. Als Leiter des Bauamts muss ich schließlich einen Vorschlag unterbreiten. Die Altenploser haben sich bei mir dafür bedankt, dass ich das laut ausgesprochen habe. Die bekommen ja schon ein Problem, wenn die B 85 wegen eines Unfalls einmal für ein paar Stunden gesperrt werden muss. Da muss gar keine Sanierung anstehen.

Apropos B 85: Ist diese Straße eher Fluch oder Segen für Heinersreuth?
Hübner: Das ist die Gretchenfrage: Ich habe selbst 14 Jahre direkt an der B 85 in Altenplos gewohnt. Ich kann nicht sagen, dass uns das stark belastet hätte. Wir haben damals Zuschüsse für Schallschutzfenster bekommen. Die B 85 in der jetzigen Form ist eher ein Segen. Auch wenn ich mich damit jetzt mit einigen überwerfe, vor allem, weil der Lkw-Verkehr extrem gestiegen ist. Die B 85 ist sicher ein Grund dafür, dass die Gemeinde so sehr gewachsen ist. Ohne die Straße in dieser Form könnte Rewe nicht überleben, wäre damals nicht Aldi in den Ort, gäbe es keine Tankstelle.
Lach: Andererseits hat die Straße den Ort arg geteilt. Ich verstehe die Leute dort, ich würde nicht an der B 85 wohnen wollen. Aber: In dieser Frage ist jeder nur auf seinen Vorteil bedacht und das ist nicht gut.

Sie kennen die Pläne wie kein anderer. Für wie realistisch halten Sie eine Umgehungsstraße überhaupt?
Hübner: Ganz ehrlich: Wir beide werden das nicht mehr erleben. Weil die Unwägbarkeiten zu groß sind. Bis alle Gutachten durch sind...
Lach: Bis heute weiß niemand, wie die Umgehung genau verlaufen soll. Vor allem der Eingriff in die Natur wäre enorm. Es geht um Wasserschutzgebiete auf der einen Seite und um Wald auf der anderen. Um viel Wald. Die Nähe zur Wohnbebauung ist dagegen kein Problem. Es gibt Autobahnen, die durch Städte führen. Gegen den Lärm kann man sich schützen. Ich denke, die Umgehung kommt nie.

Aber die Felsenkeller unter der Straße drohen doch einzustürzen...
Lach: Aus technischen Gründen gibt es kein Problem. Die Statik lässt sich sichern.Mal ehrlich: Welchen Wert haben die Keller denn? Die gibt es überall unter dem Ort. Aber: Diese Keller können helfen, ein Lkw-Verbot umzusetzen.

Wir halten fest: Heinersreuther und Altenploser sind sich nicht grün und die B85 teilt den Ort obendrauf. Haben sich die Bürger der Gemeinde grundsätzlich verändert?
Hübner: Ja. Früher waren das landwirtschaftlich engagierte Leute, mit denen konnte man deutsch reden und die haben dann genauso geantwortet. Ende der 90er hat sich das geändert. Plötzlich musste man als städtischer Bediensteter höllisch aufpassen, was man sagte.

Woran liegt das?
Hübner: Das war die Zeit der Neubaugebiete. Da kamen dann auch Leute dazu, die den Humor der Einheimischen nicht mehr hatten. Da wurde schon öfter mal mit Konsequenzen gedroht und ich habe gemerkt: Hoppla, da war eine andere Zeit angebrochen.

Apropos Neubaugebiete: Werner Kauper, der Fraktionschef der CSU, sagt immer wieder: „Cottenbach darf nicht zum Schlafdorf werden.“ Wie lässt sich das verhindern?
Hübner: Das ist es doch schon längst, ganz Heinersreuth ist das. Es betrifft allgemein die ländlichen Orte. Die Leute, die zu uns ziehen, identifizieren sich nicht mehr so mit dem Ort. Die alten Leute sagen immernoch: mein Altenplos. Das werden sie von den Neubürgern nicht hören. Im Gegenteil. Ein Bürger, der nach Dürrwiesen zog, hat sich mal einen Personalausweis ausstellen lassen und darin war der Gemeindeteil Altenplos genannt. Der sagte, er nimmt den Ausweis nicht an. Er wollte in Heinersreuth wohnen, nicht in Altenplos. Solche Leute werden sich nie integrieren. Das ist der Fluch und Segen der Nähe zu Bayreuth.
Lach: In Heinersreuth fehlt Gewerbe und damit Arbeitsplätze. Anders als beispielsweise in Bindlach. Darum tendiert das hier schon eher in Richtung Schlafdorf. Zumindest für die neuen Bürger. Aber es gibt genügend Vereine, die noch sehr gut funktionieren. Das wiederum spricht gegen ein typisches Schlafdorf.

Kann man Heinersreuth nicht mit Bindlach vergleichen?
Lach: Nein. Die Ansiedlung von Gewerbe wurde dort einfach nicht verschlafen. Und Bindlach hat nicht diese zwei Pole wie Heinersreuth und Altenplos, Donndorf und Eckersdorf, Haag und Unternschreez. Das ist ein Problem. Alte Leute kümmern sich nur um ihren Ort und das ist so nicht richtig.

Bleiben wir ins Altenplos. Wird in das Aldigebäude „Am Ängerlein“ jemals wieder Leben einziehen?
Hübner: Dass das nicht passiert, kann nur an der Höhe des Kaufpreises oder der Miete liegen. Der Standort ist wunderbar. Sieht leer natürlich blöd aus und je länger das leer steht, desto mehr hält es die Investoren ab.
Lach: Naja, zumindest, dass dort kein Lebensmittelmarkt mehr einzieht, ist verständlich. Das Gelände liegt auf der falschen Seite. Niemand kauft auf dem Weg nach Bayreuth ein, sondern auf dem Weg nach Hause. Und es hat keine direkte Zufahrt von der B 85 aus. Das zu ändern kostet inklusive einer Linksabbiegerspur auf der Bundesstraße eine halbe Million Euro.

Warum finden dort nicht längst türkische Hochzeiten statt, wie einmal von einem Unternehmer geplant?
Hübner: Das scheitert am Lärm. Da wäre die Gemeinde abgewatscht worden. Die Leute haben ja früher schon in der Gemeinde angerufen, als morgens der Lastwagen mit den Aldi-Waren entladen wurde. Das ist wie Waschen aber nicht nass machen: schade. Übrigens: Auch Mc Donalds wollte schon dort hin wie auch schon früher auf das Grundstück, auf dem heute die Tankstelle steht. Aber das haben wir immer aus Gründen der Müllvermeidung abgelehnt.
Lach: Die Leute haben sich sogar schon beschwert, weil nachts die Blumen für den Blumenladen angeliefert werden. Genauso gibt es Beschwerden wegen des Lärms während der Belieferung des Rewemarkts.

Abschließend: Was werden Sie jetzt, nach ihrem Ausscheiden aus der Verwaltung am meisten vermissen?
Lach: Die Menschen. Ich habe immer, obwohl ich nie in Heinersreuth gewohnt habe, die Nähe zu den Menschen gesucht. Und ich musste sie noch nicht einmal duzen um mit ihnen gut auszukommen.
Hübner: Ich werde die Hochzeiten vermissen. Ich habe 520 Paare getraut, da waren schon tolle Sachen dabei. Einmal war ein Aufgebot und die Braut hat mir erklärt, dass einer der Trauzeugen von der Staatsanwaltschaft gesucht wurde. Ich war im Staatsdienst, wurde aber gebeten, das zu ignorieren. Ich habe dann die Polizei angerufen und gesagt, dass sie den Mann bitte nicht vom Standesamt weg holen sollen, sondern erst später aus dem Gasthaus. Eine der schönsten Hochzeiten war eine gleichgeschlechtliche unter Männern. Die ist mir in Erinnerung geblieben, weil sie irgendwie ehrlicher miteinander umgegangen sind. Bei einer anderen Trauung bin ich ohnmächtig geworden. Da habe ich obwohl ich krank war, einen noch kränkeren Kollegen vertreten und bin bei meiner Rede bewusstlos geworden. Unter den Gästen war zum Glück eine Ärztin, 20 Minuten später haben wir die Hochzeit gar über die Bühne gebracht.

Weil Sie gerade bewusstlos sagen: Sie sind beide 61 Jahre alt und aus gesundheitlichen Gründen aus dem Verwaltungsdienst ausgeschieden.
Hübner: Ich habe zahlreiche Allergien und eine Atemwegserkrankung. Ich kann zum Beispiel nirgendwo sein, wo Frauen ein bestimmtes Parfüm tragen. Meine Frau hat da mittlerweile ein Näschen für. Wenn wir Essen gehen, muss sie zuerst ins Restaurant und überprüfen, ob die Luft rein ist.
Lach: Ich habe ihm Sauerland in einem Sägewerk gearbeitet und habe dabei drei Finger verloren. Ich musste vier Stunden auf einen Hubschrauber warten, bis ich in der Handchirurgie war, waren die Venen schon so weit zurückgegangen, dass die Ärzte die Hand großflächig amputieren mussten. Das war eine sehr schwere Zeit für mich. Ich war gerade erst aus Polen nach Deutschland gekommen und dann gleich so ein Unfall. Aber ich habe es überstanden. Das ist Schicksal. Das muss so sein und es sollte passieren. In Heinersreuth habe ich außerdem zwei Herzinfarkte überlebt.

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Kommentare

Wenn man solche Interviews gibt, muss man sich nicht wundern, dass man im Ruhestand nicht mehr zu Betriebsausflügen eingeladen wird.
Außerdem dienen diese "Events" ganz sicher nicht dazu, Rentnern und Versorgungsempfängern einen kostenlosen Tag zu Lasten der Steuerzahler zu ermöglichen.
Sollte das früher so gewesen sein, dann wurde für die Abschaffung höchste Zeit!
Und dann noch als Überschrift (in der gedruckten Ausgabe) "Das ist eine Frage des Stils". Ja, genau, will man da antworten. Wenn des Brunnabergla für den Verkehr geöffnet worden wäre, wären alle die von Kulmbach gekommen sind, während der Sperrung eben da durch gefahren. So konnten die Einheimischen eben den Weg über Greesgrom .... ach, ist eh vorbei. Jedenfalls ist die Nachtreterei von beiden sehr sehr unsympathisch. Und dass man dafür eine ganze Seite im Kurier bekommt... Nunja.
Mit 61 Jahren schon in den Ruhestand ?
da müssen einige Arbeitnehmer etwas länger schuften.
Find's eh sehr seltsam, dass ehemalige Mitarbeiter unmittelbar nach Eintritt in den Ruhestand nach ihrer Meinung über die Bürgermeisterin befragt werden und dafür eine exponierte Seite in der Druckausgabe bekommen.
Ist ja offensichtlich, dass System dahintersteckt.
Dass die Bürgermeisterin der Dötsch-Fraktion im Rathaus nicht über den Weg traut, ist mir jetzt allzu verständlich.
Kann mich den Pensionären nur anschließen...
Werde mich auch gleich morgen bei meinem Ex-Chef beschweren mit welcher Begründung ich nicht zu den Betriebsfeiern eingeladen werde!
Die Gewerbe-Ansiedlung wurde meiner Meinung nach ausschließlich in den letzten drei Jahren verbummelt!
Ebenso kann man wohl erwarten das in diesen drei Jahren seit dem Führungswechsel genauso viel vorangetrieben und erschaffen wird wie in den vergangenen fünfunddrölfzig Jahren des Amtsvorgängers! Schon wirklich eine schwache Leistung von Simone Kirschner...!
Bedanken muss ich mich noch für ein gutes Verhaltensbeispiel: Sollte ich auch mal in die Verlegenheit geraten eine evtl. unpopuläre Meinung oder Vorgehensweise zu äußern bzw. einen unkonventionellen Vorschlag zu unterbreiten, werde ich einfach schön meinen Mund halten, bloß keine Meinung nach außen kund tun und dann noch vertreten und begründen müssen, so erspart man sich viel Gegenwind! Obwohl, hinterher haben sich ja dann trotzdem scheinbar betroffene für die Idee bedankt, was mach ich denn nun, klappe halten oder doch "laut denken"...?
Übrigens, ich hab da so nen Metal-Band-Aufkleber auf meinem Auto, gehör ich jetzt quasi zur Band mit dazu und weiß davon noch garnichts...?
Hihi!
Als Vorstandsmitglied des SC Altenplos verstehe ich nicht, warum mein (Stief-) Vater (Karl-Heinz Hübner), der seit, ich schätze mal 25 Jahren, sportlich gesehen zu keinem der beiden Vereine einen größeren Bezug hat sowie Herr Lach, der überhaupt keinen Bezug dazu hat, über die Geschicke, Ausrichtung und Entwicklung des SC Altenplos bzw. des SV Heinersreuth auf dieser Plattform ein Statement abgeben.

Die Frage zu diesem Thema von Herrn Gütling:

"Zwischen Altenplos und Heinersreuth, so scheint es, zieht sich ein großer Graben. Wäre eine Fusion der beiden Sportvereine nicht eine Möglichkeit, dem bei zu kommen?",

ist total daneben und impliziert ja schon fast eine Feindschaft zwischen den beiden Vereinen/Orten. Dem ist bestimmt nicht so. Sportlich gesehen ist sicherlich in jedem Derby eine gesteigerte Rivalität zu spüren, aber das ist doch das schöne im Sport. Das ist in ganz Deutschland so, von der B-Klasse bis zur Bundesliga! In der ganzen Sportwelt ist das so! Der SCA und der SVH betreiben schon seit Jahrzehnten in Form einer Spielgemeinschaft gemeinsam Nachwuchsarbeit. Derzeit als Spielgemeinschaft im E-, F- und G-Jugendbereich. Ab der nächsten Fußballsaison - Gott sei Dank - auch wieder im kompletten Nachwuchsbereich, da der SVH der JFG Bayreuth-West/Neubürg beitreten wird. Die Jungs gehen gemeinsam zur Schule. Freundschaften entstehen. Ab nächster Saison haben die Jungs wieder die Möglichkeit von Kindesbeinen an bis zum Herrenbereich gemeinsam Fußball zu spielen. Und das ist gut so!

Zu der Ausssage meines Vaters:

"Denn jeder Verein ist etwa gleich groß, hat ein riesiges Sportgelände und krebst in den untersten Ligen herum."

Weder der SCA noch der SVH krebsen in den untersten Ligen herum! Die untersten Ligen sind für mich in erster Linie die B- und die A- Klasse. Momentan sind beide Vereine in verschiedenen Kreisklassen vertreten, haben aber Ambitionen auf Kreisliga-Fußball. In der letzten Saison hätten wir (SCA) fast den Abstieg verhindert und der SVH fast den Aufstieg in die Kreisliga realisiert. Hat halt für den Moment so nicht sollen sein. Der SCA befindet sich bei ausbleibenden 5 Spielen auf einem guten Weg zum Wiederaufstieg, der SVH wird seinen Kader für die nächste Saison um den zukünftigen Co-Trainer und Goal-Getter Daniel Ötter sicherlich auch wieder entwickeln um kurz- bzw. mittelfristig auch wieder am Kreisligator anzuklopfen. Das Wünsche ich dem SVH! Und uns! Ein Kreisligaderby SCA-SVH!
Die meisten Vereine unserer Größenordnung und Qualität im Bayreuther Umland spielen in der Kreisliga. Bereits hier wird überwiegend attraktiver Fußball und werden attraktive Derbys geboten. Ein Bezirksliga-Abenteuer könnte man mal wieder wagen und versuchen die Liga zu halten. Wäre auch spannend. Derzeit hätte man da 8 Mannschaften aus der näheren Umgebung als Gegner, wobei sich hier viele in den letzten Jahren schwer tun diese Liga zu halten...

Was sollte denn eine Fusion SCA/SVH im sportlichen (fußballerischem) Bereich bringen? Einen Sprung über zwei Ligen? Auf keinen Fall, nicht mal eine...! Soll man dafür beiderseitig eine fast 100-jährige Vereinstraditon wegschmeißen? Meiner Meinung nach völliger Quatsch!

Mal als Beispiel: Der FC Marktleugast, der in den letzten Jahren eine beständige Mannschaft in der Kreisliga stellte, ist in der laufenden Saison als Bzirksliga-Absteiger in einer Fusion mit einem FC Oberland (Marktleugast, Marienweiher und Hohenberg) in der laufenden Kreisligasaison angetreten - befinden sich im Abstiegskampf....

Zum "riesigen" Sportgelände beider Vereine:

Genau das ist meiner Meinung nach der Grund beide Vereine selbständig zu erhalten!!! Das Sportgelände beider Vereine bedarf der Pflege und Unterhaltung! Das fällt nicht weg! Beide Vereine stehen diesbezüglich sehr gut da! Soll man eins davon aufgeben? Bestimmt nicht! Der demografische Wandel wird in Zukunft sicherlich den einen oder anderen Verein sterben lassen. Meine Philosophie zu diesem Thema ist folgender: Sich als Verein selbst attraktiver als andere machen und die Mitglieder/Aktiven eventuell in der Zukunft sterbender Vereine aufnehmen! Die Basis ist bei beiden Vereinen da! Den Anderen einen Schritt voraus...!!!

Ralph Füßmann

SC Altenplos
3. Vorsitzender
Kann man leicht sagen, Herr Hübner, wenn man bei Sorg oder Greesgroom wohnt, dass diese Bundesstrasse ein Segen ist. So viele Unfälle, ein Segen? http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/meistens-knallte-es-nachts_547527
Und diese Bürgermeisterin lässt jetzt noch 25 Meter zur Stadtgrenze frei, da geht auf Heinersreuther Grund keine Ortsumgehung mehr. Vorher waren dort ungefähr 300 Meter Abstand zur Bebauung.
Es haben nicht wirklich die LKW zugenommen, sondern vor allem die Traktoren. Diese Traktoren haben über 100 Dezibel, sind lauter als jeder LKW und kommen nicht mit Schwerlastverkehrverbot aus dem Ort raus, weil sie nicht zum Schwerlastverkehr zählen. Warum haben Sie beide in Ihrer Amtszeit keinen Schallschutz, keine Einhausungen auf den Weg gebracht? Wenn das wirklich so leicht ist. Fast jedes Haus hat eine Zufahrt und der Verkehr muss noch einsehbar sein. Eine Einhausung geht nicht. Das ist das eigentliche Problem.
Ein schöner Spiegel des Gemeindelebens: Nachtreten, persönliche Animositäten, die Schuld bei Zugezogenen suchen. Ganz übler Stil, frisch im Ruhestand erst einmal öffentlich abzurechnen, mal so richtig vom Leder ziehen. Damit begründen die beiden selbst das Misstrauen der Bürgermeisterin...
Und vielleicht ganz gut, dass die beiden Platz machen für jüngere, die offener sind und weniger politische Altlasten und Groll mit sich rumschleppen.
Altbürgermeister Dötsch ein "Macher" - das mag in den Anfangsjahren so gewesen sein, in den letzten Jahren habe ich davon nichts bemerkt. Und er ist nun immer noch ein schlechter Verlierer, beleidigt, weil er entthront wurde.
In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, wieso der Altbürgermeister ständig als "Macher" bezeichnet wird.
Sicherlich war sein Auftreten das eines Solchen, aber was steckte denn dahinter abgesehen von Lautstärke?
Was hat er in seiner langen Amtszeit auf die Beine gestellt, wo hat er die Gemeinde vorwärtsgebracht?
Ich sehe nur infrastrukturellen Niedergang. In dieser Zeit wurde tatsächlich die Veränderung zu Schlafdörfern sehenden Auges hingenommen.
Ich wäre dankbar, wenn mir jemand die Leistungen des Herrn Dötsch, abgesehen von seinem selbsterklärten Lebenswerk Schloßplatz und seiner zweifelhaften, vorübergehend bundesweiten Popularität durch Anbringen eines Fäkalsprachenschildes im Altenploser Dorfpark, stichpunktartig aufführen könnte.
Müssen ja nicht alle sein, nur ein paar.
Die Würdigung der steirischen Partnergemeinde Fehring durch Benennung eines Supermarktplatzes nach ihr lasse ich gerade noch gelten...
"Eine Frage des Stils" Es fragt sich nur für wem? Verehrte Herren, man berichtet über alles, spricht aus dem Nähkästchen und, und, und......... und vergisst oder übersieht dabei unangenehmes: zwei weibliche Mitarbeiter der Heinersreuther Verwaltung wurden gemobbt, mit Abmahnungen bedacht, dass sie ihre Arbeitsverhältnisse letztlich beendeten. Am Verwaltungsgericht Bayreuth kam es dann zum "Mobbing-Prozess" mit Verwaltungsleiter und ersten Bürgermeister als Beklagte. Die Gemeinde Heinersreuth wurde zur Zahlung von weit über 20.000,00 Euro (Steuermittel) an beide Mitarbeiterinnen rechtskräftig durch das Verwaltungsgericht verurteilt. 'Einfach toll.
Herrn Gütling vom NK wird empfohlen das Thema "Mobbing" auch einmal aufzugreifen.
Das ist ja interessant!!
Da kann Herr Gütling den "Macher" und seinen Adlatus zu dem Thema mal interviewen.
Und der Herr Lach labert irgendwas von besserem Zusammenhalt unter den Mitarbeitern in früherer Zeit.
Beiden Protagonisten möchte man zurufen:
"Hättest du geschwiegen, wärest du ein Philosoph geblieben!"

Zu meiner Mitteilung vom 22.04.2017: Berichtigung: es kam nicht zum Prozess vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth, vielmehr haben sich beide Parteien einen Vergleich geschlossen um einen Prozess abzuwenden. Ich muss mich für die Falschinformation entschuldigen.
Mal so als kleines generelles Grundsatzdenken noch von mir:
Auf Plattformen im Internet tut man sich leicht als Keksdose23 oder Uschi69 irgendwelche, seien es auch konstruktive, Meinungen abzugeben. Wenn man sich schon öffentlich äußern will, sollte man auch soviel Charakter an den Tag legen diese Meinung nicht nur anonym Kund zu tun, sondern seinen Namen darunter schreiben. Ansonsten online einfach mal die Klappe halten!

Ralph Füßmann
Wenn es denn Möglichkeit gibt, sich unter einem Nickname zu äußern, warum sollte man das nicht auch an dieser Stelle so tun? Gerade und vor allem, wenn es konstruktiv zugeht, alles andere ist sowieso indiskutabel.

Online habe ich persönlich wenig Lust, mich namentlich bekannt zu machen. Im analogen Leben sage ich jedem gern persönlich und unverblümt meine Meinung.

Im übrigen ist es ja gerade interessant, unverstellte Meinungen zu lesen, eben wie es nur in der Anonymität möglich ist.
Unter einem Nicknamen zu schreiben, hat den Vorteil, sich völlig frei äußern zu können. Warum gibt es denn auch geheime Wahlen? Selbstverständlich muß man sich an die Anstandsregeln halten und sachlich bleiben. Das Problem hier ist oft die respektlose Umgangsart, unabhängig vom Klarnamen oder Nicknamen.
Ok, wenn jemand meint online einen konstruktiven Kommentar unter Nickname abgeben zu müssen rudere ich etwas zurück und revidiere das "online einfach mal die Klappe halten"!
Kernig:
"Online habe ich persönlich wenig Lust, mich namentlich bekannt zu machen. Im analogen Leben sage ich jedem gern persönlich und unverblümt meine Meinung. Im übrigen ist es ja gerade interessant, unverstellte Meinungen zu lesen, eben wie es nur in der Anonymität möglich ist."

Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung: Wenn ein Beitrag/Meinung die Netiquette berücksichtigt kann jeder seine Meinung unverstellt öffentlich sagen, auch unverblümt. Leserbriefe in Printmedien sind auch nicht anonym und oft sehr direkt. Warum muss man dann online anonym bleiben?

"Im übrigen ist es ja gerade interessant, unverstellte Meinungen zu lesen, eben wie es nur in der Anonymität möglich ist."

Wie gesagt: Es ist nicht nur in der Anonymität möglich. Es wäre eher interessanter zu wissen, mit wem man seine Meinung austauscht. Finde ich.
Wenn sich das jemand nicht traut, auch ok. Nur etwas schade.

Uwart:
"Das Problem hier ist oft die respektlose Umgangsart, unabhängig vom Klarnamen oder Nicknamen."

So schaut`s sowieso aus. Deshalb sollte man sich von solchen Leuten noch mehr distanzieren und einfach zu seiner Meinung stehen.
Vielleicht fehlt es hier mehr an der Distanzierung anderer zu verletzenden und unterstellenden Beiträgen als an der Verwendung von Nicknamen.
Das hat eigentlich weniger mit zu seiner Meinung stehen zu tun oder mit genug Charakter haben, um seinen Namen drunter zu schreiben. Wenn man einen Leserbrief schreibt wird der gedruckt und 2 Wochen später ist er im Altpapier. Sobald man hier etwas schreibt, bleibt das über Google "für immer" findbar. Und das hat jetzt auch nichts damit zu tun, dass man vielleicht in 2 Wochen nicht mehr zu seiner Meinung steht, sondern damit, dass man die Kontrolle im Internet über das was man schreibt einfach verliert. Aus dem was Sie oben geschrieben haben, kann man, wenn man es denn will, einen komplett neuen Artikel machen: "3. Vorstand Ralph Füssmann bricht öffentlich mit seinem Vater, erneuter Streit beim SCA" - das ist natürlich nicht richtig, aber viel Freude dabei das dann wieder gerade zu rücken. Ich hab jedenfalls keine Lust, das was ich schreibe irgendwo verfälscht oder "interpretiert" mit meinem Namen woanders wieder zu finden.
Ja, ist ja gut jetzt - jeder wie er meint. Das mit dem neuen Artikel machen stimmt schon, aber als 3. Vorstand und zuständiger für die Abteilung Fußball sehe ich mich eigentlich gezwungen dazu Stellung zu nehmen. Ich habe ja auch eine Verantwortung gegenüber dem Verein. Das ist ja keine Vater-Sohn-Geschichte und von Bruch kann keine Rede sein. Das ist eine Sache SCA-Vorstand - Verwaltungsleiter. Dass die Konstellation Vater-Sohn ist, tja...mei! Ein möglich anderer Artikel: "Keine Reaktion des 3. Vorstandes Ralph Füßmann? Ist er etwa gleicher Meinung wie sein Vater, oder traut er sich deshalb nicht Stellung zu nehmen?" wäre auch blöd.

Aber eine Frage hätte ich dann schon noch: Warum schreiben Sie dann denn nicht einen Leserbrief, der in 2 Wochen im Altpapier liegt? Ohne die Kontrolle im Internet zu verlieren und über Google auffindbar zu sein.... Aber wie gesagt: Egal jetzt, jeder wie er meint. Das gute Recht eines Jeden.
Also erst eine Diskussion mit polarisierenden Äußerungen lostreten (online die Klappe halten...) und dann wieder abwürgen, wenn Gegenwind aufkommt. Das finde ich jetzt irgendwie merkwürdig...
Aber gut jetzt ;-)
Das ist etwas, dass den meisten hier fremd ist und als komisches Verhalten interpretiert wird:
Man nennt es "Einsicht"!
In der heutigen "Bayreuther Sonntagszeitung" kann man nachlesen, wie es der seit Jahrzehnten im Heinersreuther Rathaus etablierte "Rote Filz" (ja, auch den gibt es), der jungen CSU-Bürgermeisterin von Anfang an schwergemacht hat.
Nachdem die Lokalredaktion des "Kurier" sich offensichtlich auf die Fahnen geschrieben hat, Frau Kirschner bei jeder Gelegenheit in negativem Licht zu präsentieren (siehe unsägliches Interview auf Schülerzeitungsniveau von Frau Hampl mit Herrn Dötsch im Januar 2015), hatte sie hier einmal die Möglichkeit, im Rahmen einer Zwischenbilanz die Dinge aus ihrer Sicht darzulegen.
Man kann nur mit dem Kopf schütteln und sich fragen, warum diese beiden Herren sich so ein Eigentor ins Netz zimmern. Sie geben ein Paradebeispiel von Illoyalität unpolitischer, aber offensichtlich durch Klüngel ins Amt gehievter Amtsträger ab.
Beispiel gefällig: Herr Hübner war 36 Jahre im Rathaus, seit 35 Jahren ist er Mitglied der SPD...
Und Loyalität und Unterstützung, die man sicherlich irgendwann einmal dem Bürgermeister gegenüber geloben musste, kann ich auch nicht erkennen, wenn ich das Zitat von Frau Kirschner in der Sonntagszeitung lese:
"Heute hat sich die Situation in der Verwaltung, nachdem auch Führungskräfte in den Ruhestand gegangen sind, schon deutlich zum Positiven verändert."
Das nennt man dann wohl Vermächtnis...
"Zwei Heinersreuther Größen "
Ich denke die beide Herren haben der Gemeinde mit Ihren Aussagen nur negative Erkenntnisse gebracht .....
und man wird den Eindruck nicht los, "Größen" ja, aber im negativen Sinne