200 demonstrieren gegen Rechte

Etwas mehr als 20 Anhänger des "III. Wegs" hielten am Platz eine Kundgebung ab, die nach den Worten eines Parteifunktionärs dazu dienen sollte, Anhänger für eine große Kundgebung am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, zu mobilisieren. So hieß das Motto des Infostands "Kapitalismus zerschlagen".

Weil sich ein breites Bündnis von antifaschistischen Gruppen zur Gegendemonstration angemeldet hatte, sperrte die Polizei den Jean-Paul-Platz ab. Den rund 200 Gegendemonstranten war es nicht erlaubt, auf den Jean-Paul-Platz zu kommen. Für die Organisatorin der Gegendemo, die Bayreuther Grünen-Landtagsabgeordneten Ulrike Gote, ist der "III. Weg" eine "volksverhetzende, gewaltbereite und nationalsozialistische" Gruppierung.

Die Anhänger des "III. Wegs" mussten es hinnehmen, dass schon vor ihrer Ankunft am Jean-Paul-Platz quasi über ihren Köpfen ein großes Plakat mit der Aufschrift "kein Platz für Nazis" aufgehängt worden war.

Die Gegendemonstranten marschierten zunächst vom Markt in die Friedrichstraße, wo sie in Höhe der Dammallee von der Polizei gestoppt wurden. Danach zog die Gegendemo in die Ludwigstraße bis kurz vor den Jean-Paul-Platz. Sowohl am Markt, als auch in der Friedrich- und in der Ludwigstraße warnten verschiedene Redner vor den gefahren des Faschismus. Der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Rabenstein erinnerte an die Anfänge der NSDAP: "Damals haben zuviele geschwiegen. Wir schweigen nicht."

Die Bayreuther Polizeichefin Christine Götschel bezeichnete den massiven Einsatz ihrer Leute als "notwendig", damit die gegnerischen Gruppierungen nicht aufeinandertrafen. Sie habe eine aufgeheizte Stimmung festgestellt. Letztlich seien die Kundgebungen aber ohne besondere Vorfälle abgelaufen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Druckausgabe des Nordbayerischen Kuriers in der Montagausgabe.

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Kommentare

Das ist ja ein übler Verein, wenn man in den Verfassungsschutzbericht Bayern 2016 blickt:
"... zum Anlass für antizionistische Propaganda. Auf der Startseite wird zudem dazu aufgerufen, keine israelischen Produkte zu kaufen." lässt mir neben weiteren rechtsextremistischen Belegen (z.B. biologischer Volksbegriff, geschichtsrevisionistisches Weltbild) das Blut in den Adern gefrieren.

Was mich jedoch am Titelbild irritiert ist das "Du bist hier nicht in Sachsen!". Ist das nicht eigentlich eine Vorverurteilung des Bundeslands Sachsen, in dem gehetzt werden darf oder aller hetzenden Sachsen, also selbst "Rassismus" im Kampf gegen Rassismus? Für mich alles andere als lustig.
Ich finde auch, dass das Plakat etwas daneben ist. Aber ich glaube nicht, dass es rassistisch gemeint ist, da er sich ja nicht auf den Sachsen als Menschen, sondern eben auf das Bundesland bezieht. Und dort finden unbestritten häufig rechte Straftaten statt (Verfassungsschutzbericht Sachsen).
Das Plakat ist ein satirischer Beitrag von „Die Partei“, die im Grunde genommen ein satirischer Ableger der Satirezeitschrift Titanic ist.
Das ist korrekt, aber Satire ist bei so einem ernsten Thema weiß Gott absolut unangebracht!
Das sehe ich nicht so. Gerade bei heiklen Themen entfaltet sie ihre Wirkung.
Nein, so etwas darf nicht passieren!
Doch, so etwas darf passieren!
So etwas muss passieren, aber an den politischen Rändern kann man halt mit Satire gar nichts anfangen.
Das ist keine Satire, das ist Menschenverachtung.
Wunderbare Reaktion! Genau das habe ich gemeint:-)
Für einige sind wohl Songs von Kollegah & Farid Bang auch nur Satire.