189.000 Euro Beitrag für Mini-Straße

Das hat das Verwaltungsgericht Schleswig entschieden. „Für mich war das wie ein Schlag ins Gesicht, ich bin schockiert“, sagte die Frau des Landwirts am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Das setzt einem zu.“ Ein Vergleichsangebot habe die Stadt abgelehnt.

Ursprünglich hatte die Kleinstadt von der Familie mit zwei Kindern sogar 217.000 Euro haben wollen. Sie klagte dagegen vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig.

Die Familie hat über ein weiteres Vorgehen noch nicht entschieden. Lütjenburgs Bürgermeister wollte keine Stellungnahme zu dem laufenden Verfahren abgeben.

Die Stadt hatte 2011 eine etwa einen Kilometer lange Strecke ausbauen lassen, die an den Äckern der Familie vorbeiführt.

Zu der Frage, ob der Betrag möglicherweise ein Spitzenwert für ganz Deutschland für eine entsprechende Strecke ist, konnte eine Sprecherin des Deutschen Städtetags keine Angaben machen.

dpa

Nicht bewertet

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Kommentare

Das ist doch jetzt langsam wirklich verrückt.....
Welche "Bürgerfreundlichen" Politiker haben denn
diese Gesetzte gemacht ?
Ihr braucht euch doch nicht wundern wenn die Wähler
nach rechts abwandern. SABS und andere Ausbaubeiträge
sind von geistiger Schlichtheit nicht zu unterbieten.
Dieser Artikel bringt außer Stimmungsmache nichts. Sollten dien "Äcker" die jetzt landwirtschaftlich genutzt werden z.B. in Bebauungsplänen mit Rechten (Gewerbegebiet, Wohnbebauung etc.) versehen sein wäre es etwas anders. Ohne Hintergründe warum diese Entscheidung getroffen wurde kann man diesen Fall nicht bewerten.
Das ist richtig! Aber es könnte doch auch sein, dass dem Landwirt etwas aufgelastet wird, das er so nicht will. Die SABS lässt so etwas zu, einfach über die Betroffenen hinweg etwas zu entscheiden, was für sie sogar eine existentielle Bedrohung werden kann. So stelle ich mir eine bürgernahe Verwaltung nicht vor.
In Bayern liegt die Verantwortung dafür bei der staatstragenden Partei.
Im August hieß es noch, der schuldenfreie Haushalt hat oberste Priorität. Kaum gehts im Bund unter 40% und die absolute Mehrheit im Land ist in Gefahr, heißt es : "Geld ist im Übermaß vorhanden. Man muß nur das richtige Förderprogramm nutzen ". Verfalldatum dieses Zitats ist der Tag der Landtagswahl in Bayern.
Die Quittung hierfür werden die Politiker noch bekommen - bei der nächsten Wahl.
Nur wie sieht denn die "Quittung" aus?
"Protest" wählen ist doch wohl nicht die Lösung für die nächsten vier Jahre, auch nicht die Wahlverweigerung.
Ein großer Fortschritt wäre schon in Bayern, wenn die CSU keine absolute Mehrheit mehr erreicht und sie eine zweite Partei zum Regieren braucht. Es muss ja nicht gerade die FDP sein.
Wir bayerischen Bürger können uns ja gar nicht mehr vorstellen, wie parlamentarische Kompromissarbeit bei unterschiedlichen Meinungen abläuft.
Montag, 13. November 2017 - 11:06