150 Jahre: Jubiläum der Bahnlinie Bayreuth-Weiden

Von Jubiläum ist in diesen Tagen am Bahnhof Kirchenlaibach nicht viel zu spüren. Der 1. Dezember 1863 läutete in den beiden Orten Kirchenlaibach und Speichersdorf eine neue Ära ein. An diesem Tag wurde die innerhalb von nur zwei Jahren errichtete Bahnlinie zwischen Weiden und Bayreuth mit großem Tamtam in Betrieb genommen. Zahlreiche Ehrengäste, darunter die Erzbischöfe aus München und Regensburg, der Bischof aus Bamberg, sechs Staatsminister, der Adjutant des Reichskriegsministers sowie zahlreiche weitere weltliche und kirchliche Würdenträger, waren zur Jungfernfahrt auf der neuen Nebenlinie gekommen.

Die Königlich priviligierte Actiengesellschaft der Bayerischen Ostbahnen unter Baudirektor Paul Camille von Denis, der bereits die erste deutsche Bahnlinie zwischen Fürth und Nürnberg geplant hatte, zeichnete sich für Bau und Betrieb der Bahnlinie verantwortlich. Ein Novum, war doch der Eisenbahnbau bis 1856 eine staatliche Angelegenheit. Doch erließ der Bayerische Landtag unter König Maximilian II aufgrund klammer Kassen ein Gesetz, wonach private Unternehmen unter engen Voraussetzungen einzelne Bahntrassen bauen und betreiben durften.

Der ostbayerische Raum war damals noch nicht mit Eisenbahnlinien erschlossen wurden. Die Staatsbahn konzentrierte sich zunächst auf eine Ost-West-Verbindung über München und eine Nord-Süd-Achse über Nürnberg und Bamberg bis nach Hof. So wickelte die Bayerische Ostbahn das Eisenbahngeschäft in Ostbayern ab und errichtete binnen sieben Jahren ein Eisenbahnnetz von rund 500 Kilometern Länge, verbrauchte dabei nur 43 der veranschlagten 60 Millionen Gulden.


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Wochenendausgabe (2./3. März) des Kuriers.

Symbolbild: pa

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