15 Medi-Punkte durch Nachwuchs-Trio

Zu deutlich war der Klassenunterschied vor 502 Zuschauern schon im ersten Viertel aufgezeigt worden. Die Bayreuther hatten sehr stark begonnen, mit viel Tempo und einigen glänzenden spielerischen Lösungen. Auch wenn sich nach dem schnellen 11:3 (3.) vereinzelt etwas übermütige Aktionen einschlichen, verlief die Partie einseitig bis zum 28:11 (10.).

Dominanz unter den Körben

Der Rest war dann aber kaum mehr als Routine. Das Spiel der Gastgeber verlor an Fluss, wurde ungenauer und fehlerhafter. Verlass war allerdings in jeder Phase auf die Überlegenheit unter dem Korb. Die Karlsruher hatten niemanden in ihren Reihen, der es physisch mit Assem Marei aufnehmen konnte, und auch De’Mon Brooks war nicht zu halten, wenn er mal aufdrehte. Auch mit Andreas Seiferth als Center änderte sich nichts an der Dominanz. Obwohl ihm gegen Ende die eine oder andere Aktion missglückte, war seine Bilanz (6/10 Würfe, zehn Rebounds) nicht schlechter als die von Marei (6/10, acht Rebounds), der die Rolle des alleinigen Topscorers an der Freiwurflinie vergeben hatte (3/7).

So schmolz der Vorsprung der Gastgeber auch in spielerisch schwächeren Phasen nie auf weniger als acht Punkte. Und als der bis dahin als einziger eingesetzter Medi-Spieler noch punktlose Gabe York die zweite Hälfte mit einem Dreier eröffnete und in den folgenden sechs Minuten gleich noch sieben Punkte nachlegte, wurde es schnell wieder standesgemäß. Über 58:42 (25.) und 76:49 (33.) zogen die Bayreuther bis zum höchsten Abstand beim 84:56 (39.) davon – alles ganz normal.

Perschnick, Adler und Wenzl gefeiert

Dass die Begegnung trotzdem bis zum Schluss ihren Unterhaltungswert behielt, war zu einem großen Teil den drei Nachwuchsspielern im Medi-Team zu verdanken. Jevon Perschnick, Marius Adler und schließlich auch der erst nach der Pause eingesetzte Nico Wenzl sammelten insgesamt 15 Punkte, von denen jeder einzelne von den Zuschauern und von den Mitspielern noch mehr gefeiert wurde als der vorherige. Neben den Distanzwürfen von Adler und Wenzl waren vor allem die schwierigen Treffer bemerkenswert, die Perschnick zum 30:19 (13.) und Wenzl zum 75:49 (33.) jeweils trotz eines gegnerischen Fouls erzielten.

Auf Karlsruher Seite fiel der BBL-erfahrene Spielmacher Richard Williams auf, der allerdings nicht immer den optimalen Abschluss für seine vielen Initiativen fand (3/11 Würfe; neun Punkte). Auf den großen Positionen bemühten sich Roland Nyama (20) und Orlando Parker (15) nach Kräften, in der Offensive ihre physischen Nachteile wettzumachen.

Medi Bayreuth: ROBINSON (10 Punkte), Wenzl (6), LINHART (3), Doreth (2), Seiferth (15), Wachalski (3), Perschnick (4), BROOKS (8), YORK (15), Adler (5), MAREI (15); Dreier: York (3/7), Robinson (1/1), Adler (1/2), Wenzl (1/3), Wachalski (1/6); Freiwürfe: 17/23 (74 Prozent).

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Montag, 13. November 2017 - 11:06