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17.02.2012, 16:54 Uhr

 

Ehefrau erstochen - lebenslange Haft

ASCHAFFENBURG. Für den Mord an seiner Frau ist ein 35-jähriger Mann am Freitag in Aschaffenburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

 

Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die 25-Jährige heimtückisch ermordet hat. "Er hat sie auf tragische Weise brutal umgebracht", sagte der Vorsitzende Richter Uwe Jander. Der Mann aus Goldbach (Landkreis Aschaffenburg) hatte seine von ihm getrennt lebende Frau im April 2011 in deren Wohnung mit mehreren Hammerschlägen auf den Kopf und Messerstichen ins Herz getötet. Der Verteidiger kündigte Revision an.

Die 25-Jährige soll ihren Mann ausgelacht und beschimpft haben. Als sie ihm den Rücken zudrehte, habe er heimtückisch zugeschlagen. Aber der Mann habe nicht im Affekt gehandelt - er habe extra einen Hammer und Rasierklingen mit in die Wohnung gebracht, erklärte der Richter. "Er wollte, wie auch schon in seinem Abschiedsbrief angekündigt, aus der Welt scheiden und seine Frau mitnehmen", sagte Jander. Das Opfer sei "arg- und wehrlos" gewesen. Die Gerichtsmediziner fanden keine Abwehrverletzungen.

Der Angeklagte nahm das Urteil ohne sichtbare Regung auf. Sein Verteidiger sagte, wegen Verfahrensfehlern bei den Ermittlungener werde er Revision einlegen. Sein Mandant sei vor einer wichtigen polizeilichen Vernehmung nicht ausreichend über seine Rechte informiert worden.

dpa



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