08.02.2012, 15:29 Uhr
Von Udo Fürst
SPEICHERSDORF. Weidener Polizisten sind vermutlich die einzigen Polizisten im Land, die nach ihrem Einsatz mit Applaus verabschiedet werden.

Vermutlich sind sie die einzigen Polizisten im Land, die nach ihrem Einsatz mit Applaus verabschiedet werden. Die Beamten der Polizeipuppenbühne Weiden. Nicht anders war es am Dienstag, als die drei Puppenspielenden Polizisten auf Einladung der Frauen-Union im Landgasthof Imhof etwa 50 Senioren aus der Gemeinde die Gefahren der Kriminalität spielerisch und eindrucksvoll näher brachten.
Rollenspiele
Seit 1999 reisen die Oberkommissare Max Rössler und Georg Hüttner sowie Hauptmeister Hubert Wittmann von Kindergarten zu Kindergarten, von Schule zu Schule. Dort führen sie den Jungen und Mädchen anhand von Rollenspielen mit Puppen vor, wie man Mobbing, Erpressung auf dem Schulweg oder Sachbeschädigungen begegnet und wie man mit dem Thema Gewalt umgeht.
Später weitete das Trio sein Angebot auf ein Puppentheater für Senioren aus. Erstmals präsentierten sie dieses Stück namens „Erna“ am 2. Februar 2006 in Weiden. Der Premiere folgten Dutzende Gastspiele landauf, landab in Altenheimen, bei Vereinen und Seniorenclubs.
Mehr als 800 Vorstellungen
Bisher brachten die drei Polizeibeamten in weit mehr als 800 Vorstellungen in ganz Bayern bereits über 100.000 Kinderaugen zum Leuchten und vermittelten – erstaunlich professionell – mit ihrer Puppenbühne „Polizei zum Anfassen“. Ein altersgemäß aufbereitetes Puppenstück sei durchaus auch zur Lernzielvermittlung für Erwachsene oder Senioren geeignet. „Wie beim Theater erreicht ein Puppenspiel nicht nur den Kopf – es trifft ins Herz“, sagt Georg Hüttner.
Durch die emotionale Beteiligung der Zuschauer würden Lerntransfer und Behaltenswert enorm begünstigt.
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