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07.02.2012, 17:00 Uhr

 

Speichersdorf: Streit um Bioenergie

Von Udo Fürst

SPEICHERSDORF. Harmonisch geht anders. Die Gemeinderäte haben heftig über Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Nahwärme diskutiert.

 

In Speichersdorf und einigen Ortsteilen werden die bereits bestehenden Photovoltaik-Freiflächenanlagen (das Foto zeigt die PV-Anlage bei Haidenaab) bald mächtig Zuwachs bekommen. Der Gemeindeverwaltung liegen nämlich mehrere Bauanträge für derartige Projekte vor. Foto: Porsch

Harmonisch geht anders. Im Gegensatz zu den meisten sonstigen Gemeinderatssitzungen gerieten bei der Zusammenkunft am Montag Bürgermeister und einige Räte ausgerechnet bei den Themen Photovoltaik und Bioenergie recht heftig aneinander. Von „gefährlichen Menschen“ war ebenso die Rede wie von tendenziöser Berichterstattung in einer Tageszeitung.

UBV-Fraktionssprecher Rudi Kirchberger hatte den Stein ins Rollen gebracht, als er eine Erklärung verlas, in der er seinem Kollegen von der CSU, Wolfgang Hübner, in dessen Eigenschaft als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung tendenziöse Berichterstattung in Sachen Bioenergie vorwarf. Hübner habe in seinem Artikel bewusst nur kritische Stimmen zitiert und so den Eindruck erweckt, dass das Projekt gestorben sei.

Schadensersatzansprüche

Bürgermeister Manfred Porsch sagte, dass derzeit eine abgespeckte Version des Nahwärmeprojekts geprüft werde, und forderte die große Politik auf, endlich mehr zu tun für die Energiewende. Auch der Bürgermeister ging mit dem Verfasser der Zeitungsartikel hart ins Gericht, will eventuell sogar Schadenersatzansprüche prüfen lassen, falls eine derartige Berichterstattung für die Bioenergie-GmbH geschäftsschädigend sei.

Wolfgang Hübner entgegnete, dass er in seinem Bericht exakt die vorherrschende Stimmung im Saal wiedergegeben habe. „Genauso war es und dazu stehe ich.“ Im Übrigen gebe es ja die Möglichkeit, einen Leserbrief zu schreiben oder eine Gegendarstellung anzustrengen.

Mehr lesen Sie am Mittwoch im Kurier.




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