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02.02.2012, 16:37 Uhr

 

Warum eine Bahnüberführung in Immenreuth darauf wartet, ihren Zweck zu erfüllen

Von Udo Fürst

IMMENREUTH. Bürgermeister Peter Merkl ist zuversichtlich: „2014 werden wir eine neue Haltestelle an der Bahn haben.“ Damit würde nach mehr als zehn Jahren eine Geschichte zum Schmunzeln ein glückliches Ende finden: Die der Fußgängerbrücke mit zwei Abstiegen ins Nirgendwo.

 

Im Jahr 2000 wurde die Überführung über die Gleise gebaut. Genau an der Stelle, wo auch die neue Haltestelle vorgesehen ist. Allein: Der Bahnsteig wurde bisher nicht realisiert, „weil wegen Kostensteigerungen neue Planungen erforderlich waren“, teilt die Presseabteilung der Deutschen Bahn AG in München lapidar mit. Immerhin bedauert das Unternehmen die erhebliche Verzögerung und versichert, dass man 2014 mit den Arbeiten beginnen wolle.

„Nicht in Gruppen“

Derzeit und wohl noch mindestens zwei weitere Jahre steigen die knapp hundert Fahrgäste täglich am alten Bahnhof, der nach seiner Stilllegung längst gar keiner mehr ist, in die Züge, die seit 1878 auf der Strecke Nürnberg-Eger unterwegs sind. So lange muss auch noch der 1899 errichtete Steg beim Bahnhof benutzt werden, ein vorsintflutliches Bauwerk, über das man nur einzeln gehen sollte. „Steg bitte nicht in Gruppen überqueren“, heißt es auf einem von der Gemeinde angebrachten Schild an der maroden Konstruktion, die der TÜV regelmäßig überprüfen muss.

Damit soll es aber bald ein Ende haben, hofft das Gemeindeoberhaupt. „Wenn die neue Haltestelle fertig ist, wird der Steg abgerissen.“ Die neue Fußgängerüberführung kostete – zusammen mit der damit verbundenen Erschließung des Gewerbegebietes Ost und dem Bau der Straßenüberführung östlich vom Bahnhof – drei Millionen Euro, die sich Bund, Bahn und Gemeinde aufteilten. Auf Immenreuth entfiel ein Anteil von 250.000 Euro, berichtet Peter Merkl. Weitere 900.000 Euro wird die Verlagerung der zwei Bahnsteige verschlingen. Hier ist die Gemeinde mit 75.000 Euro gefordert.

Noch bevor die neue Haltestelle gebaut ist, gibt es ein weiteres Problem, das dem Bürgermeister unter den Nägeln brennt. Der Bahnsteig soll nur auf einer Seite behindertengerecht gebaut werden. „Ein Unding“, sagt Merkl, und betont, dass er diesbezüglich bei der Deutschen Bahn intervenieren wird.

Foto: red




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