23.01.2012, 18:17 Uhr
BONN. Die Sexsteuer für Prostituierte hat der Stadt Bonn im vergangenen Jahr rund 250.000 Euro in die Kasse gespült.
Die besondere Vergnügungssteuer für Huren, die etwa in Saunaclubs oder Erotikcentern arbeiten, wurde Anfang 2011 eingeführt. In den Einnahmen sind auch Gelder aus dem Sexsteuerautomaten enthalten, der im Sommer für Prostituierte auf dem Straßenstrich aufgestellt worden war. Sie betragen rund 14.000 Euro, wie die Stadt am Montag erklärte.
Ticket ziehen
Aus dem Sexautomaten müssen Straßenhuren für sechs Euro ein Ticket für die Nacht ziehen, bevor sie ihrem Geschäft auf einem besonderen Gelände nachgehen. Bonn war mit dem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Vorreiter, der bundesweit und international für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Ziel der Stadt war es, auch bei den sonst nur schwer zu erfassenden Straßendirnen abzukassieren. Die geforderten sechs Euro gelten pro "Arbeitstag" von 20.15 bis 6.00 Uhr.
Prostituierten-Vereinigungen lehnen eine Sexsteuer und das Bonner Sexticket ab. Bundesweit gibt es uneinheitliche Regelungen zum Straßenstrich und zu Sexsteuern.
dpa
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