23.01.2012, 12:37 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Am Sophienberg geben noch immer viele Fahrer trotz Tempolimits ordentlich Gas: Bis zu 222 km/h hat die Polizei gemessen.
Seit November vergangenen Jahres stehen sie an der A 9, die 130-Schilder, die den Anwohnern von Wolfsbach ersehnte Ruhe bringen und das Unfallgeschehen reduzieren sollen. Eine erste Bilanz der Bayreuther Polizei nach rund acht Wochen fällt allerdings eher ernüchternd aus.
222 km/h
Der Zeitraum für eine abschließende Beurteilung sei zwar noch etwas zu kurz gegriffen, sagt der Verkehrsexperte der Polizei, Sigurd Zapf. „Eine Tendenz kann man deshalb noch nicht erkennen.“
Allerdings musste Zapf in seine Statistik auch diverse „grobe Verstöße“ gegen das Tempolimit einarbeiten: Im Abschnitt wischen dem Sophienberg und der Ausfahrt Bayreuth-Süd bretterte der schnellste Temposünder mit 222 Stundenkilometer bei einer der zehn Messungen durch die Lichtschranke.
Mit 181 Sachen in die Einhausung
Die Quote der Beanstandungen liegt aktuell bei 1,4 Prozent, was zwar nicht gerade nach viel klingt, aber gemessen am Verkehrsaufkommen auf der A 9 schon eine deutlich Sprache spricht. Je tiefer das Tempolimit angesetzt ist, desto höher wird jedoch die Beanstandungsquote: Im Tempo-100-Bereich, der kurz vor der Einhausung beginnt und nach der Einhausung endet, steigt die Quote auf 2,4 Prozent.
Dort wurde zwischen dem 10. November, dem Stichtag fürs Tempolimit, und dem 9. Januar achtmal geblitzt. Trauriger Spitzenreiter an diesem Messpunkt: Ein Autofahrer mit 181 Stundenkilometern.
Die Tendenz an beiden möglichen Messpunkten bezeichnet Zapf salomonisch als „schwankend“. Anwohner, die die Entwicklung auf der A 9 natürlich mit Argusaugen beobachten und permanente Geschwindigkeitsübertretungen vermuten, haben neben den zu schnellen Autos vor allem die Lastwagen im Visier. Die würden mit deutlich zu hohem Tempo den Sophienberg hinabdonnern.
Mehr lesen Sie am Dienstag im Kurier.
Foto: Lammel
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