20.01.2012, 12:03 Uhr
WIRSBERG. Das Jahr 2012 wird für die Zukunft der Gemeinde Wirsberg ein Entscheidungsjahr. Markt und Luftkurort stehen am Scheideweg. Erstmals in der Geschichte steht das zweite Standbein, der Tourismus, vor dem infrastrukturellen Absturz.
Die touristische Entwicklung, das Beherbergungsgewebe, die Gastronomie, die Fremdenverkehrsinfrastruktur, die kulturellen Besonderheiten und die Geschäftswelt zeigten erste Auflösungserscheinungen, sagte Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) bei der Marktgemeinderatssitzung am Dienstagabend. Anselstetter mahnte: „Der Tourismus ist für Wirsberg eine Existenzfrage und die Negativentwicklung eskaliert schneller als erwartet. Wir können, dürfen und werden sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sowie in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen.“
Gravierende Folgen
Auch für die Bürgerinnen und Bürger, die nicht im Tourismus aktiv sind, wären gravierende Folgen vorgezeichnet: Je weniger Gäste im Ort sind, desto mehr müssten die
Einheimischen die Grundkosten für Wasser, Abwasser und andere Einrichtungen bezahlen. „Unsere komplette Infrastruktur ist seit 140 Jahren auf den Fremdenverkehr ausgerichtet. Auch
würde ein weiteres Schrumpfen der Tourismuswirtschaft wegen fehlender Steuereinnahmen seine Spuren in der Gemeindekasse hinterlassen. Eigentlich ist es schon fünf nach
zwölf.“
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Printausgabe des Kuriers.
Symbolbild: red
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