19.01.2012, 17:08 Uhr
Von Udo Bartsch
GOLDKRONACH/BAYREUTH. Anfang Dezember war wegen der Geburtstagsbesuche des Bürgermeisters richtig Feuer unterm Dach des Goldkronacher Rathauses. In den vergangenen Wochen kühlte die Debatte wieder ab, um in der Sitzung am Mittwoch erneut zu entbrennen.
Im Mittelpunkt standen dabei nicht Bürgermeister Günter Exner (UBL) und seine Leidenschaft für Geburtstagsbesuche. Auslöser war vielmehr der Stadtrat Friedrich Nüssel (UBL), der sich den Unmut der SPD-Stadträtin Doris Bude und des FWG-Rates Hermann Deinlein zuzog.
Das war geschehen: Friedrich Nüssel hatte sich geweigert, über Exners Geburtstagsbesuche abzustimmen. Aus seiner Sicht war der Ratsbeschluss rechtswidrig, weil das Plenum gar nicht zuständig dafür ist. Eben das wollte Nüssel auch im Protokoll der Sitzung vermerkt wissen.
Doch das sieht die SPD-Rätin Bude ganz anders: „Enthalten geht nicht. Nichtabstimmen könnte sogar mit einem Ordnungsgeld belegt werden.“ Bude berief sich dabei auf eine telefonische Anfrage bei der Rechtsaufsicht im Landratsamt. Ein anwesender Stadtrat habe die Pflicht, abzustimmen, so Bude deutlich. Nüssel hätte den Sitzungssaal verlassen können, um der Abstimmung auszuweichen.
Symbolbild: pa
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