19.01.2012, 10:19 Uhr
Von Katja Paczynski Es ist vollbracht: Gestern konnten alle Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ihr neues Jugendparlament in 13 Schulen und im Rathaus wählen. Von 11 bis 17 Uhr gaben 158 Wahlberechtigte ihre Stimme ab.
Als ich kurz vor 16 Uhr im Rathaus eintreffe, ist es um den Wahltisch, der direkt im Eingangsbereich steht, sehr leer. Peter Krodel und Nancy Kamprad vom Stadtjugendamt sowie Jutta Bühl vom Stadtjugendring sitzen hinter einem Tisch neben der Wahlurne. Hier ist nichts los. Ich möchte von ihnen wissen, wie viele Jugendliche schon da waren. Bühl: „Wir haben erst um 15 Uhr unsere Schicht angetreten, aber bisher waren nur drei Jugendliche da.“ Viel mehr werden es an diesem Nachmittag im Rathaus nicht. Nur zwei kommen noch: Florian Wehner und Konstantin Hammerl. Letzterer tritt auch bei der Wahl zum neuen JuPa an. Ob er sich wohl selbst wählt? Aber solche Fragen werden bei einer Wahl nicht beantwortet – selbst wenn es „nur“ um das JuPa geht. Florian geht wählen, weil er einen der Kandidaten kennt. „Außerdem war ich Schülersprecher, daher weiß ich, was man erreichen kann, wenn man so etwas macht.“ Er findet es schwach, wenn jemand nicht wählen geht: „Das ist eine Sache von fünf Minuten – ich bin auf dem Heimweg und schaue schnell rein.“ Und weshalb wählt Konstantin? „Ich denke es ist wichtig, dass man als Jugendlicher die Chancen nutzt, die man hat, um etwas zu ändern und zu bewegen.“ Mit der Wahl können sich die Jugendlichen eine eigene Stimme in der Stadt schaffen und das ist, so Konstantin, wichtig.
Um 17 Uhr macht das Wahllokal im Rathaus zu – jetzt geht es ans Auszählen. Genau um 18 Uhr verkündet Oberbürgermeister Michael Hohl im Foyer des zweiten Stocks das Ergebnis. „Das neue JuPa wurde mit 158 von 2216 möglichen Stimmen gewählt – das bedeutet, dass 7,13 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt haben.“ Das ist, so Hohl, zwar eine Steigerung zu den beiden vergangenen Wahlen: „Aber froh bin ich darüber trotzdem nicht, ich hätte mir mehr Interesse gewünscht.“ Spitzenreiter mit den meisten Wählern war das GCE, gefolgt vom GMG, RWG, der Albert-Schweitzer-Schule und dem WWG. Und das sind eure neuen Jugendparlamentarier:
ä Sarah Becker
ä Sabrina Haugg
ä Lena Herrmansdörfer
ä Matthias Höfer
ä Leon Fichtner
ä Franz Purucker
ä Diep Nguyen
ä Henry Schneider
ä Thorsten Wiesent
ä Saja Al-Motori
ä Marco Jobst
ä Marius Oetter.
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