NÜRNBERG. Im Nürnberger Tiergarten hat ein ausgebrochener Gepard vorübergehend für großen Wirbel gesorgt. Zoodirektor Dag Encke bestätigte am Dienstagabend Informationen der "Nürnberger Nachrichten", wonach die Raubkatze am Montag über die 2,70 Meter hohe Mauer ihres Geheges gesprungen ist und erst nach etwa zwei Stunden wieder eingefangen werden konnte.
Laut der Zeitung sorgte der Zwischenfall für Angst und Schrecken unter den Besuchern. Der athletische Gepardenkater "Turbo" habe sich nach dem Ausbruch auf ein vorbeitrabendes Pony
gestürzt und es leicht verletzt. Eine Gruppe von sechs Pferden sei gerade von den Pflegern am Geparden-Areal vorbeigeführt worden.
Danach habe sich die Großkatze in einem Gebüsch verkrochen. Schließlich sei "Turbo" mit Betäubungspfeilen narkotisiert und in ein Gehege zurückgebracht worden. Das Blatt
zitiert auch einen Mann, der während des Gepardenausbruchs mit seinen Kindern im Zoo unterwegs war: "So richtig wohl war uns nicht, zumal auch keine konkreten Informationen seitens des
Tiergartens herausgegeben wurden."
Gehege werden getauscht
Direktor Encke kündigte an, dass die Tiere in den beiden Gepardengehegen des Tiergarten nun getauscht würden, damit "Turbo" nicht erneut an dieser Stelle über die Mauer ausbüxt.
"Das Tier ohne Veränderungen in das Gehege wieder reinzusetzen, wäre fahrlässig", sagte der Zoochef der Nachrichtenagentur dpa. Zudem soll auch die Mauer, über die die schnelle
Raubkatze entkam, für die Zukunft noch zusätzlich gesichert werden.
dpa/Symbolbild: pa
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