17.01.2012, 22:27 Uhr
THURNAU. Für das Töpfermuseum Thurnau ging es am Montagabend in der Sitzung des Marktgemeinderates ums Ganze. Soll sich die Gemeinde an einer möglicherweise umfangreichen Sanierung beteiligen oder nicht, lautete die Kernfrage.
So könnte der Markt zum einen auf Förderquoten von bis zu 90 Prozent setzen. Oder er wartet ab, bis einzelne Maßnahmen wie die Erneuerung der Heizungsanlage, unumgänglich werden, und versucht sie dann selbst oder zu wesentlich schlechteren Förderbedingungen zu finanzieren. Am Ende einer längeren Diskussion fiel die Entscheidung mit zwölf zu zwei Stimmen für eine Zusage aus.
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Marktes, Sandra Bali, stellte das in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Fachleuten des Landesamts für nichtstaatliche Museen erarbeitete Konzept zur Attraktivierung des Museums und zur Förderung des Tourismus vor. Um Chancen auf eine Förderung aus dem Leader-Programm der EU zu erhalten, wurde das Konzept auf die Region ausgerichtet und trägt nun den Titel „Thurnau und das Kulmbacher Land als Töpfer- und Kunsthandwerker-Region mit dem Töpfermuseum Thurnau als Pol des Kunsthandwerks und kultureller Schnittstelle“.
Vorgeschlagen wird etwa der Ausbau des Gewölbekellers zu einer Tonwerkstatt für die Museumspädagogik, der Ausbau des Dachs zu einem Depot, die Temperierung des Erdgeschosses, die Ausstattung und Gestaltung des Depots und des museumspädagogischen Bereichs sowie die Neugestaltung der Dauerausstellung und des Materials für Öffentlichkeitsarbeit.
Die Aufstellung der Kosten sorgte im Gemeinderat für einige erschrockene Gesichter. Denn gegenüber 300.000 Euro Gesamtkosten in der Sitzungsvorlage erhöhte sich die Zahl auf 429.510 Euro.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Printausgabe des Kuriers.
hes
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