17.01.2012, 16:03 Uhr
Von Peter Engelbrecht
SCHWARZENBACH/SAALE. Der frühere Bundesschatzmeister der rechtsextremen Republikaner hat nun doch auf die geplante Ehrung seiner Heimatstadt Schwarzenbach an der Saale (Landkreis Hof) verzichtet.
Er sollte als verdienter Bürger für sein Engagement für einen örtlichen Ökopark im Rathaus ausgezeichnet werden. Aufgrund der kritischen Presse- und Radioberichterstattung um dessen Vergangenheit habe sich der 65-Jährige am Samstag früh telefonisch von der Veranstaltung am Nachmittag abgemeldet, berichtete Bürgermeister Alexander Eberl (SPD). „Wir werden daher die Ehrung nicht mehr durchführen“, fügte er hinzu.
Der frühere Republikaner-Funktionär wurde im Oktober 2006 vom Landgericht Hof wegen Untreue in 26 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt und war damit vorbestraft. Außerdem musste er 150 Stunden gemeinnützige Arbeit im Ökopark seiner Heimatstadt leisten. Für diese Arbeit, die er bis heute fortführt, sollte er von Bürgermeister Eberl geehrt werden. Der Mann soll nach dem Bekanntwerden der Vorfälle 2002 alle politischen Ämter bei den Republikanern niedergelegt haben. Der selbstständige Kaufmann wurde 2006 verurteilt, weil er nach Auffassung des Gerichtes in einem Zeitraum von mehr als drei Jahren mehr als 336.000 DM (knapp 172.000 Euro) vom Parteikonto auf sein eigenes Konto überwiesen hatte.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe des Kuriers.
Symbolbild: pa
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