17.01.2012, 12:20 Uhr
Von Gert-Dieter Meier
BAYREUTH. Aufruhr bei 130 Wagnerverbänden in aller Welt: Erstmals seit Jahrzehnten bekommen sie keine Festspiel-Karten.
Die 130 Wagnerverbände in aller Welt sind in Aufruhr: Erstmals seit Jahrzehnten bekommen die treuesten der treuen Wagnerfreunde keine Karten für die Bayreuther Festspiele. Die strikte Vergabepraxis ist Ausfluss der Rüge des Bundesrechnungshofes an der Vergabepraxis der durch die öffentliche Hand subventionierten Festspielkarten.
Bitterböse Briefe
Festspielleiterin Katharina Wagner bestätigte auf Kurier-Nachfrage, dass sie „bitterböse Briefe aus aller Welt“ bekommen habe, nachdem der Kartenfluss heuer anders noch als in den Vorjahren ins Stocken geraten ist. Noch nicht einmal die Vorsitzenden der Wagnerverbände, die weltweit die Pflege, Aufführung und die Diskussion über das Werk Richard Wagners am Laufen halten, sollen in diesem Jahr die Chance bekommen, Aufführungen in Bayreuth zu sehen.
Dagegen sollen die meist jugendlichen Stipendiaten, die die Wagnerverbände zu Ausbildungszwecken nach Bayreuth schicken, weiter in den Genuss der begehrten Karten kommen. Für Stipendiaten stehen nach Kurier-Informationen 750 Karten pro Spielzeit zur Verfügung. Insbesondere die Festspielleitung und die Stipendienstiftung hat sich für den Erhalt dieses Kontingents starkgemacht.
Ohne Vorwarnung
Was viele langjährige Wagnerfreunde besonders ärgert: Der Paukenschlag kam ohne jede Vorwarnung.
Mehr lesen Sie am Mittwoch im Kurier.
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