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04.01.2012, 12:17 Uhr

 

Warum kriegt man von manchen Biersorten Kopfschmerzen?

BAYREUTH. Kurier-Leser Hendrik Bernert spricht aus Erfahrung: Einige Biersorten verträgt er sehr gut. Bei anderen hat er am Morgen danach heftige Kopfschmerzen. Warum eigentlich?

 

Die Arbeitsgruppe Wissenschaftskommunikation der Universität Bayreuth, die zusammen mit der Kurier-Redaktion die Serie „Leser fragen Forscher“ organisiert, hat sich auf die Suche nach einer Antwort gemacht. Yelva Larsen, Diplom-Biologin und Mitarbeiterin am Lehrstuhl Didaktik der Biologie an der Universität Bayreuth, konnte helfen. Sie sagt:

Fuselalkohole

„Für den Kater am Morgen ist hauptsächlich der Gehalt von sogenannten Fuselalkoholen im Bier verantwortlich. Dies sind Begleitalkohole, die sich während der alkoholischen Gärung neben dem Ethanol bilden.

Bedingt durch unterschiedliche Herstellungsverfahren schwankt der Anteil dieser Alkohole im Bier. Analysen können zeigen, dass Biere wie Pilsener und Exportbiere nur halb so viele Fuselalkohole wie das Weizenbier enthalten.

Bei hochprozentigen Getränken sind klare Schnäpse, zum Beispiel Korn, aber auch Wodka, den im Fass gelagerten Alkoholika wie Whiskey oder Bourbon vorzuziehen.

Wasser hilft

Um dem Kater am Morgen vorzubeugen, ist generell zu empfehlen, beim Alkoholgenuss ständig Wasser zusätzlich zu trinken, weil der Körper durch den Alkohol dehydriert. Das heißt, er scheidet mehr Flüssigkeit aus, als er aufnimmt. Das Wasser wird dem Blutkreislauf entzogen, was zu den Kopfschmerzen führt.

Der Spruch „Bier auf Wein, das lass' sein, Wein auf Bier, das rat’ ich dir“ entspricht übrigens nicht der Wahrheit, die Reihenfolge ist beim Alkoholkonsum nicht entscheidend.

Dafür sollte man aber besser auf die Zigarette verzichten, da Nikotin in Verbindung mit Alkohol den Kopfschmerz am nächsten Morgen verstärken kann“, empfehlen die Wissenschaftler.

Haben auch Sie eine Frage, die Sie schon immer mal einem Wissenschaftler stellen wollten? Senden Sie uns diese bitte per E-Mail an leserfragenforscher@kurier.tmt.de.

Foto: dpa




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