28.12.2011, 11:53 Uhr
BAYREUTH. Warum haben eigentlich alle Monate 30 oder 31 Tage haben und nur der Februar 28. Warum ist das so und seit wann?“ Diese Frage stellten Kurier-Leser Stefan Holzheu und seine beiden Söhne Konrad und Gregor jetzt der Arbeitsgruppe Wissenschaftskommunikation der Universität Bayreuth, die zusammen mit dem Kurier die Serie „Leser fragen Forscher“ aufgelegt hat.
Ralf Behrwald, Professor für Alte Geschichte an der Universität Bayreuth, kennt die Antwort: „Unser Kalender wurde 46 vor Christus von Julius Caesar eingeführt“, berichtet Behrwald im Gespräch mit Yelva Larsen von der Arbeitsgruppe Wissenschaftskommunikation.
„Davor versuchten die Römer mit ihrem Kalender zu verbinden, was sich nicht verbinden lässt: Nämlich Monate – also die Zeit, in der der Mond einmal um die Erde kreist – und das Jahr – also die Zeit, in der die Erde einmal um die Sonne kreist.“ Das klappt nicht, weil die Erde exakt 365,24 Tage für ihren Umlauf um die Sonne, der Mond etwas mehr als 29 Tage für seinen Umlauf um die Erde braucht. So bekamen zunächst alle Monate abwechselnd 29 und 31 Tage.
Völlig durcheinander
Am Ende eines Jahres wurden nach Bedarf Schalttage eingeschoben. Diese Rechnung war zur Zeit Caesars völlig durcheinandergeraten. Er legte deshalb elf Monate zu je 30 und 31 Tage fest. Der Übriggebliebene bekam die restlichen Tage: Das war der Februar, im römischen Kalender der letzte Monat des Jahres. An ihn wurde außerdem jedes vierte Jahr ein Schalttag angehängt.
Ganz genau kam man so aber auch nicht auf 365,24 Tage für ein Jahr: „Deshalb hat Papst Gregor XIII 1582 die Schalttage noch genauer festgelegt“, so der Historiker. Insofern hat Gregor auch für 2012 vorgeplant, denn im nächsten Jahr hat der Februar 29 Tage.
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Foto: red
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