17.01.2012, 10:19 Uhr
BAYREUTH. Was wird aus dem insolventen Traditionsunternehmen Burkhardt? Am Dienstag will Insolvenzverwalter Ulrich Graf Ergebnisse der Verhandlungen mit dem niederländischen Investor Nimbus bekanntgeben.
Mit der Arbeit, die Insolvenzverwalter Graf seit Wochen leistet, ist man bei Burkhardt hoch zufrieden. Nur an einem Punkt gehen die Meinungen auseinander. Graf hatte sich gegen Aussagen der
Firmenleitung gewandt, die Banken seien schuld an der Insolvenz des Unternehmens.
Ein Firmen-Insider sieht allerdings sehr wohl zurückgefahrene Kreditlinien als Auslöser der Zahlungsunfähigkeit und nennt Zahlen: Die Kreditlinie sei Ende September um 500.000 Euro
gekürzt worden. Und auch der Aval-Rahmen – mit etwa zwei Millionen Euro freier Linie – sei von den Banken nicht mehr bedient worden.
Aval-Kredite sind keine tatsächlichen Darlehen, sondern Bankbürgschaften für Kundenanzahlungen. „Diesen freien Rahmen hätten wir aufgrund des hervorragenden Auftragseinganges im September auch mit mindestens 1,5 Millionen Euro nutzen können.“ Insgesamt hätten die Banken Burkhardt also zwei bis 2,5 Millionen Euro an Liquidität genommen.
fs/Symbolbild: Lammel
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