16.01.2012, 18:02 Uhr
THURNAU. Der Kassier der Naturfreunde Thurnau hat rund 10.000 Euro unterschlagen.
Bei der Mitgliederversammlung im Fränkischen Hof hatte die Vorsitzende Gisela Ker von einem äußerst bewegten und schwierigen Jahr gesprochen. Kein Wunder, hatte sich der Verein 2011 nicht nur vom Landesverband getrennt, sondern sah sich plötzlich mit einem großen Loch in der Kasse konfrontiert. Dennoch war der damals amtierende Kassier, auf den die Misere zurückzuführen ist, in den Hauptversammlungen 2009 und 2010 noch entlastet worden.
Rechnerisch gestimmt
Nach der Darstellung von Gisela Kern sind bereits im Jahr 2009 leichte Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Schließlich habe sie plötzlich Mahnungen erhalten und dann begonnen, Anfang 2011 den Zahlungsverkehr zu überprüfen. Wie sich herausstellte, hatte der Kassier mehrere Tausend Euro veruntreut, indem er Geld für eine Bargeldkasse abzweigte.
„Rein rechnerisch hat die Buchhaltung gestimmt“, erklärte Gisela Kern auf Kurier-Nachfrage. Aber als sie die Buchungsvorgänge genauer unter die Lupe nahm, fiel ihr eine Barabhebung von 100 Euro auf. „Wieso braucht der Kassier Bargeld, wenn er eine Bargeldkasse hat?“, fragte sich die Vorsitzende.
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Foto: dpa
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