13.01.2012, 12:44 Uhr
Von Heidi Sandner
BAYREUTH. Die Gastronomen bewerten die Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar unterschiedlich. Nicht nur das Wetter sei ein Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg in der Gastronomie entscheidet, sondern auch ein Mangel an kulturellen Angeboten. Durch Freizeitangebote, die mit Bier in Verbindung stehen, kann man jedoch die Gäste locken. Diesen Eindruck vermitteln zumindest die Hotel- und Gaststättenbesitzer bei ihrer Bewertung der Weihnachtsferien.
Jörg Reichold, der Inhaber des Brauereigasthofes in Hochstahl, ist zufrieden und sagt: „Das Geschäft über die Weihnachtsferien lief sehr gut.“ Dabei profitierte er besonders von den Übernachtungsgästen, aber auch seine Gaststube sei stets voll gewesen. Neben den Gästebetten im Haus bietet Reichold auch Wohnwagenstellplätze an. Doch nicht nur bei der Art und Weise der Übernachtung hat der Gastronom für seine Gäste verschiedene Angebote parat. „Wir bieten beispielsweise eine Wanderwoche mit fünf Übernachtungen an. Dazu gibt es eine Brauereiführung und eine Brauereienwanderung mit anschließender Übergabe der fränkischen Ehrenbiertrinker-Urkunde sowie Ermäßigung auf den Eintritt in der Therme Obernsees.
Menü auf der Plassenburg
Günter Limmer, der Inhaber des Restaurants Hagleite in Kulmbach, ist vor allem mit seinem Silvestermenü auf der Plassenburg erfolgreich gewesen. „Das Silvestermenü richten
wir jedes Jahr aus und immer haben wir sehr viele Gäste. Dafür reisen 90 Prozent der Gäste extra von außerhalb an.“ In seinem Restaurant erfreut sich nicht nur in den
Weihnachtsferien ein Angebot großer Beliebtheit: „Bei uns gibt es die heitere Kulmbacher Bierprobe mit Bürgermahl und Zapferprüfung“, erklärt Limmer. „Hier
erfahren unsere Gäste alles übers Bier und dessen Herstellung, und sie können es natürlich auch trinken.“
Daniela Böttinger vom Waldrasthaus Karches in Bischofsgrün ist dagegen mit den Weihnachtsferien unzufrieden. „Über Weihnachten und Neujahr lief das Geschäft nicht so
berauschend“, sagt sie. Das Waldrasthaus sei ein Ausflugslokal und sehr vom Wetter abhängig, so die Wirtin. Die Mischung aus Regen und Schnee habe in den vergangenen Wochen viele
Gäste abgehalten. Vor allem Übernachtungen wurden kaum gebucht. Dafür sei die Fichtelberg-Therme überfüllt gewesen, erzählt Böttinger.
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