12.01.2012, 14:34 Uhr
Von Udo Bartsch
KIRCHENTHUMBACH/HAMBURG. Auch 20 Tage nach der hoffentlich lebensrettenden Knochenmarktransplantation dauert das Bangen um Anja an: „Es geht auf und ab“, sagte Michael Sporrer vom Verein Hilfe für Anja in Kirchenthumbach am Donnerstag. Die 15-Jährige wird seit Mitte Dezember in der Uni-Klinik Hamburg Eppendorf behandelt.
Hinweise, die auf einen Erfolg hindeuten, sind weiße Blutkörperchen – Leukozyten. Sie werden vom Knochenmark gebildet wie die roten Blutkörperchen. Leukozyten waren Anfang der Woche in Anjas Blut festgestellt worden. Allerdings in nur geringer Menge. Michael Sporrer: „Wir haben eine schlimme Zeit hinter uns.“
Die Summe der weißen Blutkörperchen müsse weiter wachsen. Es gehe auf und ab, im Moment „mehr ab“, so Sporrer. „Um Konkretes zu sagen, ist es noch zu früh“.
Kurz vor Weihnachten war die Knochenmarktransplantation vorgenommen worden. Anja erhielt hoffentlich lebensrettendes Knochenmark, das ein 29-jähriger Portugiese gespendet hatte. Wie berichtet, leidet das Mädchen aus der Nähe von Schnaittach an einer tückischen Imunkrankheit. Im Fall eines Infektes wendet sich das Abwehrsystem gegen den eigenen Körper.
Großes öffentliches Interesse
Der Verein Hilfe für Anja hatte in den vergangenen Jahren Typisierungsaktionen in der Region organisiert, an denen sich rund 30.000 potenzielle Spender beteiligten.
Die Öffentlichkeit nimmt großen Anteil am Schicksal des Mädchens. Genesungswünsche und Botschaften, die sie zum Durchhalten anspornen, gehen bei der Familie und dem Hilfsverein aus dem ganzen Bundesgebiet ein. Zuletzt munterte auch der beliebte Fußballmoderator Günther Koch die 15-Jährige mit den Worten auf „Tor für Anja“.
Am Wochenende will sich Sporrer auch nach Hamburg begeben, wie er sagte. In der nächsten Woche lasse sich dann mehr sagen.
Foto: red
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