11.01.2012, 10:35 Uhr
MÜNCHEN. Senioren sind laut einer neuen Statistik deutlich häufiger als Geisterfahrer unterwegs als junge Autofahrer.
In einer in dieser Art erstmals in Deutschland erhobenen Statistik wertete das Bayerische Innenministerium die Daten aller polizeilich erfassten Falschfahrer auf den Autobahnen des Freistaates zwischen Anfang 2008 und September 2011 aus, wie die Zeitung "Augsburger Allgemeine" berichtet.
Demnach waren 39 Prozent der Geisterfahrer älter als 70 Jahre. Diese Altersgruppe war dabei fast dreimal stärker vertreten, als ihrem Anteil in der bayerischen Bevölkerung entspricht. Junge Autofahrer im Alter unter 25 Jahren machten dagegen nur einen Anteil von elf Prozent aus.
Umkehrung der Statistik
Die Zahlen bedeuteten damit eine Umkehrung im Vergleich zur gesamten Unfallstatistik, in der Fahranfänger überproportional häufig auffallen.
Das bayerische Innenministerium zählte in den knapp vier Jahren 1308 Geisterfahrer auf den Landesautobahnen. In 327 Fällen konnten die Behörden dabei die Personalien der Fahrer ermitteln. Als Hauptursache für die Geisterfahrten stellten die Behörden ein falsches Auffahren auf die Autobahn fest, gefolgt von unerlaubtem Wenden.
dpa
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