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05.01.2012, 16:38 Uhr

 

Steiniger Weg zum Baby-Notarztwagen

Von Eric Waha

BAYREUTH. Je kleiner der Patient, desto wichtiger der Transport. Das ist der Hintergrund, warum sich die bundesweit tätige Björn-Steiger-Stiftung für den Einsatz von Baby-Notarztwagen stark macht. 200.000 Euro kostet so ein Fahrzeug, das die Stiftung aus Spenden finanziert – und das auch am Bayreuther Klinikum stationiert werden soll. Die seit eineinhalb Jahren laufende Sammlung wurde jetzt von einem schweren Vorwurf eines Spendensammlers erschüttert.

 

Felix heißt der Baby-Notarztwagen, der speziell auf die Bedürfnisse von Frühchen zugeschnitten und technisch entsprechend aufwendig ausgestattet ist. Das Fahrzeug kostet 200 000 Euro. Foto: red

Der Mann, dessen Name der Redaktion bekannt ist, hatte sich beim Kurier gemeldet und mitgeteilt, es komme „nicht jeder Cent, den die Leute spenden, bei der Björn-Steiger-Stiftung an“. Ein Teil des Geldes bleibe bei den sogenannten Agenturen, die Förderer für das Projekt werben – Förderer, die sich langfristig verpflichten und jährlich Beträge an die Stiftung überweisen. Mehrere dieser Agenturen würden für das Bayreuther Projekt sammeln gehen – und bei allen Agenturen laufe es ähnlich, sagte der Spendensammler.

„Etwas Hochhonoriges“

Der Geschäftsführer der Bayreuther Klinikum GmbH, Roland Ranftl, der vom Kurier von den Vorwürfen erfuhr, sagt: „Die Björn-Steiger-Stiftung ist etwas Hochhonoriges. Deswegen gibt es für uns keinen Grund, irgendwelche Zweifel zu hegen.“ Er sei froh, „wenn wir einen Baby-Notarztwagen geschenkt bekommen“. Ranftl nahm Kontakt zu der Stiftung auf. Das Ergebnis: Der Spendensammler, der inzwischen nicht mehr für die Stiftung tätig ist, hat recht – allerdings gehe dennoch alles mit rechten Dingen zu, wie die Pressesprecherin der Björn-Steiger-Stiftung, Melanie Storch, dem Kurier auf Anfrage bestätigt. „Die Stiftung hat bis vor zwei Jahren nur mit Spenden, Bußgeldanweisungen und Sponsorengeld gearbeitet. Danach begannen wir, auch mit Agenturen zusammenzuarbeiten, um Förderer anwerben zu können.“ Und weiter: „Dass deshalb nicht jeder Cent – am Anfang – bei der Stiftung landet, ist richtig. Denn die Agenturen bestreiten ja ihren Unterhalt mit der Tätigkeit.“




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