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05.01.2012, 09:38 Uhr

 

Das "Loch" in Kupferberg wird immer größer

Von Klaus-Peter Wulf

KUPFERBERG. Vom Rand des eingebrochenen St. Veit-Förderschachtes auf dem alten Sportplatz in Kupferberg sind weitere Stücke in die Tiefe gestürzt. Falk Seliger und Gerhard Beck vom Bergamt Nordbayern in Bayreuth haben am Mittwochnachmittag bei einem Ortstermin den Durchmesser des Kraters auf jetzt acht Meter beziffert.

 

Damit ist er um rund einen Meter breiter als vor einer Woche, als die von Jochen Schott am Dienstag vergangener Woche entdeckte Bruchstelle. Zusammen mit Bergbau-Ingenieur Egon Kreilinger, zweitem Bürgermeister Hans-Joachim Hösch und dem Vorsitzenden des Bergbau-Museums-Vereins, Heinz Kliesch, erörterten die beiden Vertreter der Regierung von Oberfranken nun vor Ort die Lage.

"Die angeordneten Absperrungen sind zu unserer Zufriedenheit durchgeführt worden", lobte Falk Seliger die von der Stadt Kupferberg und ihrem Bauhof getroffenen Absicherungsmaßnahmen. In der nächsten Woche soll nun ein weiterer Ortstermin stattfinden, um erforderliche Arbeiten zu erörtern und abzusprechen. Seliger bekräftigte im Gespräch mit der Frankenpost nochmals, dass der Einsturz des St. Veit-Schachtes keinen Einfluss auf das in der Entstehung befindliche Besucherbergwerk hat. Die Arbeiten ruhen aber über den Winter und werden voraussichtlich Anfang März fortgeführt. Gesetzt hat sich wie berichtet der ehemalige Wasserschacht im Auffahrtsbereich des alten Sportplatzes, der seit vergangener Woche ebenfalls mit einem Bauzaun abgesperrt ist. Auch hier bleibt nach Worten Falk Seligers abzuwarten, was zur endgültigen Absicherung getan werden kann oder muss.

Weitere Untersuchungen

"Es sind weitere Erkundungen und Untersuchungen notwendig. Deshalb warne ich hier und heute nochmals eindringlich vor dem Betreten des alten Sportplatzes", betonte Hans-Joachim Hösch. Das stellvertretende Stadtoberhaupt sagte aber im gleichen Atemzug, dass das Fernziel bleibe, den alten Sportplatz für den 1. FC Kupferberg sobald wie möglich wieder nutzbar zu machen.

Am Rande des Treffens begingen die Teilnehmer noch gemeinsam die bisher errichtete Auffahrt für das Besucherbergwerk, die bereits bis zur 18-Meter-Sohle vorgetrieben ist. Heinz Kliesch zeigte sich mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden.

Foto: kpwfp





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