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04.01.2012, 11:51 Uhr

 

Die Welt soll Wagner 2013 in Bayreuth erleben

Von Gert-Dieter Meier

BAYREUTH. Eine Stadt sitzt in den Startlöchern: 2013 fallen Richard Wagners 200. Geburtstag und sein 130. Todestag zusammen. Die Welt wird also den vielleicht umstrittensten deutschen Komponisten mit viel Pomp feiern. Vor allem Bayreuth, die Stadt, in der Wagners Kunst Heimat fand, hofft auf ein großes Stück vom touristischen Wagner-Kuchen. Was bringt dieses Doppeljubiläum? Darüber sprach der Kurier mit Manuel Becher und Frank Nicklas von der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH.

 

Bayreuth kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus. 1994 zelebrierte die Stadt ihren 800. Geburtstag und somit sich selbst. 2008/2009 schenkte Wilhelmine ihrem Bayreuth ein spektakuläres Doppeljubiläum als Grund für eine ausgelassene Feier (250. Todestag, 300. Geburtstag). 2011 war es dann Franz Liszt, der für Feierlaune sorgte. Und nun also, nach dem Pausenjahr 2012, stehen den Bayreuthern neuerliche Großereignisse ins Haus. Zum einen feiert der Schriftsteller Jean Paul am 21. März 2013 seinen 250. Geburtstag. Ungleich größer dürfte die Aufmerksamkeit für den Komponisten Richard Wagner sein. Zahllose Städte im In- und Ausland wollen den 200. Geburtstag in Verbindung mit dem 130. Todestag für ein großes Festprogramm nutzen.

Neue Programme

Für die Vermarktung des Wagnerereignisses in Bayreuth ist die Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH (BMTG) zuständig. Geschäftsführer Manuel Becher spricht denn auch von einem „großen Thema – weil Bayreuth national, wenn nicht weltweit in den Medien vertreten sein und so ein wesentlich größeres Grundrauschen als sonst gegeben sein wird“. Becher setzt denn auch „auf einen gewissen Anstieg der Übernachtungszahlen“. Zumal die BMTG, wie Marketingleiter Frank Nicklas ergänzt, zum Jubiläum zahlreiche neue touristische Programme auflegen will. Für das Wagnerjubiläum wollen drei Wagnerstädte touristisch zusammenarbeiten: die Geburtsstadt Leipzig, die Schaffensstadt Bayreuth und die Sterbestadt Venedig. Gemeinsame Sache will man zudem mit Nürnberg machen – immerhin kann man dort die Originalschauplätze der „Meistersinger“ aufspüren oder sich die Originalpartitur im Nationalmuseum anschauen. Gemeinsam wollen Nürnberg und Bayreuth deshalb das Pauschalangebot „Dürer, Wagner und die Meistersinger“ auflegen.

Ob es für den erwarteten Ansturm genügend Hotelbetten gibt und was das Opernhaus damit zu tun hat, lesen Sie in dem ausführlichen Artikel in der Printausgabe des Kuriers.

Foto: Rüger



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