29.12.2011, 10:48 Uhr
SYDNEY. Eine Pythonschlange hat in Australien ein spielendes Kind gepackt, gebissen und in den Würgegriff genommen. Die Mutter konnte den Zweijährigen in Port Douglas mit Hilfe von Nachbarn befreien, berichtete die Zeitung "Cairns Post" am Donnerstag.
Das Kind spielte im Garten mit einem Ball, erzählte die Mutter der Zeitung. "Dann hörte ich diesen markerschütternden Schrei", sagte sie, und rannte zu ihren jüngsten Sohn. "Die Schlange biss in sein Bein und hatte sich bis zur Brust um seinen Körper gewickelt, und fing an ihn zu würgen." Riesenschlangen erlegen so ihre Beute. Sie schlingen sich bei jedem Ausatmen enger um das Opfer, das dann nicht mehr atmen kann und erstickt.
Schlange war ungiftig
Die Mutter schrie um Hilfe und Nachbarn eilten herbei und halfen ihr, den Jungen zu befreien. Er kam mit Bisswunden ins Krankenhaus. Bei der Schlange handelte es sich nach Erkenntnissen der Ärzte um einen Neuguinea-Amethystpython, eine ungiftige Riesenschlange. Nachbarn in Port Douglas im Norden Australiens sagten der Zeitung, sie hätten lange keine Schlangen mehr in der Nachbarschaft gesehen.
Pythons dieser Art können länger als fünf Meter werden. Sie jagen zwischen Oktober und April, sagte Tierarzt Rod Gilbert der Zeitung. Pythons könnten 30 Kilogramm schwere Zwergkängurus verspeisen. "Ein Python wird kaum den Unterschied zwischen einem Zwergkänguru und einem Zweijährigen machen", meint er.
dpa/Symbolbild: pa
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