28.12.2011, 15:20 Uhr
Von Eric Waha
BAYREUTH. Innerhalb weniger Wochen wird vom größten Teil der Brauerei Glenk am Eichelweg nichts mehr zu sehen sein. Die Brauerei wird abgerissen und macht einer Seniorenwohnanlage Platz. Ein Eingriff, der das Stadtbild erst einmal nachhaltig prägen wird.
„Als wir hier angefangen haben, standen ein paar alte Altstädter drüben am Eichelweg und haben geweint“, sagt Ulrich Bauer, der Geschäftsführer der Brauerei Glenk, am Mittwoch im Kurier-Gespräch. „Mir blutet auch das Herz, aber es geht nicht anders.“
Keine Genehmigung zum Brauen
Mit dem Verkauf des Geländes konnte sich die Brauerei von den Verbindlichkeiten freischwimmen, steht aber jetzt auch unter einem gewissen Zeitdruck: „Wir haben den Teil des
Geländes bis Februar altlastenfrei zu übergeben. Dann haben wir eine Karenzzeit bis 2013, um drüben auf dem Grundstück neben der Hazienda neu durchzustarten“, sagt
Bauer. „Dafür sind wir noch auf der Suche nach einem Investor.“
Die Abbruchfirma ist schnell, das schwere Gerät arbeitet sich schmerzfrei durch Geschichte seit 1859. Das Wohnhaus der Familie Glenk, ein Teil der Brauerei sind bereits zu einem riesigen Berg Schutt geworden. „Es hätte ja keinen Sinn mehr gehabt, mit dem Gebäude weiter zu machen. Die Lebensmittelüberwachung hätte uns keine Genehmigung mehr zum Brauen gegeben“, sagt Bauer. Zu lange sei schon vor Heiner Glenks Tod nichts mehr in die Brauerei investiert worden. Die Gär- und Maischbottiche beispielsweise waren aus dem Jahr 1926.
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